#wirsindmehr

Leute, was geht eigentlich ab?

Wer offen gegen die Verfassung ist, gegen Migranten und Flüchtlinge hetzt, Andersdenkenden unverhohlen Gewalt androht, Frauen Vergewaltigung wünscht, andere beleidigt und zu einem zivilisierten Diskurs gar nicht fähig ist, bekommt Absolution vom Voll-Horst.

Wenn aber 65.000 friedlich(!!!) zusammenkommen, um Vielfalt, Toleranz und Miteinander zu feiern, dann sind es alles Linksextremisten.

Sollte die Verteidung des Grundgesetzes und Antifaschismus nicht der normale Konsens sein? Aber wer dafür eintritt ist nun links und damit automatisch irgendwie zweifelhaft?

Natürlich kann man jetzt jede Zeile von Feine Sahne Fischfilet oder KIZ auseinander nehmen. Aber Freunde, DIE WAREN DA! Und haben sich dem braunblauen Pack entgegengestellt.

Man muss auch nicht alles mögen, was die so von sich geben. Auch das ist Vielfalt! Und so lange die Regierung sich nicht entschlossen gegen Rechts stellt sondern im Gegenteil dort selbst sehr aktiv ist, darf man sich nicht wundern, dass in der Mitte und links auch Wut ist.

Freunde, wer mit Nazis marschiert, ihnen applaudiert, sie toleriert, der ist…guess what…selbst Nazi. Und solange die CSU weiterhin mit braun sympathisiert, ohne dass die Kanzlerin, die Regierungschefin, da konsequent einschreitet wird die Wut der „Gutmenschen“ immer größer!

Läuft alles Töfte bei der „Flüchtlingskrise“? Himmel, NEIN! Und natürlich darf man sich darüber empören, wenn Menschen abgestochen werden. Und natürlich muss man sich fragen, warum scheinbar Migranten überdurchschnittlich oft in diesem Zusammenhang in den Nachrichten erscheinen. Selbstverständlich darf jeder seine Sorgen und Ängste artikulieren.

Aber sobald ich jemandem dabei seine Würde abspreche, ihn beleidige und entmenschliche, ist die Grenze überschritten.

Aber Stefan, hast Du nicht gerade „Pack“ gesagt, ist das nicht auch eine Beleidigung. Ja, habe ich. Und wenn wir mal kurz in die Geschichte blicken und dann wieder in die Gegenwart, haben sich diese Leute schon lange selbst disqualifiziert.

Ich will mich nicht gewöhnen!

Von dieser Rede unterschreibe ich jedes einzelne Wort. Ein großartiger Text von Christoph Sieber.

„Ich will mich nicht gewöhnen, dass Deutschland Teil einer Kriegsmaschinerie ist. Ich will mich nicht gewöhnen, wenn der SPIEGEL schreibt, das Deutschland endlich in der Normalität angekommen ist, wenn es sich an internationalen Kriegseinsätzen beteiligt.

Die Beteiligung an Kriegen darf nie Realität werden. Weiterlesen „Ich will mich nicht gewöhnen!“

Unerwartungen

Und wieder ein Reblog von/für Seppo. Diesmal nicht, weil es so lustig ist. Sondern weil es so wahr ist.

seppolog

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Ich las vor einiger Zeit einen Artikel über die Frage, welche Rechte der Mensch eigentlich habe. Fröhlich gehen wir ja davon aus, dass wir ein naturgegebenes Recht auf alles haben, das in unserem, wie ich finde, großartigen Land so selbstverständlich ist. Der Autor, dessen Namen ich vergessen habe, gab zu bedenken, dass wir erst einmal gar keine Rechte habe. Von wem auch gegeben? Wir sind ja hier, weil sich Zellen teilen können. Alles, was dann kommt, entspringt ja unseren eigenen Regeln, keinen vorgegebenen, sieht man von den physikalischen Gesetzen einmal ab. Dennoch haben wir Erwartungen an das Leben. Wenn ich mich nun frage, welche Erwartungen ich an das Leben habe, weiß ich gar keine Antwort. Das klingt nun sehr deprimierend, aber so meine ich es gar nicht. Ich finde es eher etwas überheblich, mit Erwartungen aufzuwarten, letztlich muss man sich alles selber erarbeiten. Als Individuum und als Kollektiv. Irgendwie bin…

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