Die Woche in Bildern – Jahresrückblick

Jahresrückblicke gibt es wie Sand am Meer. Hier kommt noch einer. Aber keine Angst, ich bete jetzt nicht runter, was ich dieses Jahr alles total Unglaubliches erlebt habe. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Weiterlesen „Die Woche in Bildern – Jahresrückblick“

War’s das jetzt mit Baseball?

Schon öfter habe ich an dieser Stelle über mein nicht unproblematisches Verhältnis zu meiner einstigen großen Liebe philosophiert – Baseball.

Hätte man mich vor 10 jahren gefragt, wie lange ich gedenke, Baseball zu spielen, so wäre meine Antwort gewesen, dass ich nie aufhören würde. Nun, nie kam dann wohl doch schneller, als gedacht. Über die Jahre wurde Baseball für mich immer nachrangiger. Ich habe eine Familie gegründet, deutliche verantwortungsvollere Jobs kamen und gingen, ich habe neue Hobbies gefunden, die auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich Wassersport-Events besuchen will, habe ich dafür nur das Wochenende. Wenn an dem Wochenende aber ein Spiel ist, kann ich nicht an den Strand. Und mit der Familie will ich ja auch Zeit verbringen. Jetzt hat Sohnemann auch mit Fussball angefangen und erwartet zu Recht, dass ich bei den Spielen (am Wochenende) dabei bin. Kurz: Mir fehlt so langsam die Zeit, auf Bundesligalevel Baseball zu spielen.

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Warum ich mir erst mal kein SUP mehr kaufen werde

Vor ein paar Wochen habe ich mich schweren Herzens von meinem SUP Board getrennt. Aber es war einfach die richtige Entscheidung. So schön das Brett auch ist, so schlecht passten wir zusammen. Es war mir zu kippelig. Weder könnte ich es vernünftig lagern noch mal eben so zu Wasser lassen. Ganz 2 Mal bin ich mit dem Board auf dem Wasser gewesen.

Nun, ich hatte gutes Geld dafür bekommen und der Plan war es, mir auch sofort ein neues Brett zuzulegen. Ich liebäugelte mit einem Naish Glide 12.0 als Hardboard oder einem Fanatic Fly Air Premium Touring 12.0 oder einen iSUP Tourer von Starboard. Und da die Saison 2015 gerade zu Ende ging, dachte ich, dass es doch kein Problem sein sollte, kurzfristig ein Auslaufmodell zu finden. Wie ich mich doch irrte.

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Farewell über die Alster

Die letzten Strahlen der Septembersonne habe ich genutzt, um noch einmal über die Alster zu paddeln.

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Als Einstieg wählte ich wieder den Stadtparksee. Es war dieses Jahr erst die zweite Tour auf meinem Raceboard von f.one. Die anderen Alstertouren habe ich entweder auf einem Ray von Fanatic oder einem Naish Glide Touring gemacht. Also, deutlich gemütlichere Bretter. Und auch diesmal stellte ich fest, dass mein Board doch ganz schön kippelig ist. Und so fing ein Gedanke an in mir zu reifen. Dazu später mehr.

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Sundowner mit dem SUP Club Hamburg

Dieses Jahr ist es ein wenig verhext. Ich komme kaum aufs Board und die einschlägigen Events gehen an mir vorbei. Kitesurftrophy auf Fehmarn, nicht geschafft. SUP-Events in Hamburg, musste arbeiten. Kitesurfworldcup, war mit der Familie im Urlaub. SUP-Festival Pelzerhaken, konnte nicht weg aus Hamburg. Und zu allem Übel schaffe ich es auch sonst nicht aufs Wasser. Ganze fünf (5!) Mal habe ich es bislang aufs Brett geschafft, davon nur ein (1!) Mal auf mein eigenes. Nun gut, das eigene Board hat auch ein paar Wochen beim Lacker zugebracht, wegen Beulenpest. Dennoch. Ich bin ein wenig gefrustet.

Aber nun, endlich eine Tour mit dem SUP Club Hamburg. Am vergangenen Samstag wurde zum Sundowner geladen. Leider glänzte die Sonne mit Abwesenheit. Aber davon wollte ich mich nicht abhalten lassen. Man traf sich beim Kooperationspartner SUP Legion in der Körnerstraße. Zu 9t starteten wir auf eine kleine Alsterrunde. Erst vom Fiedlers aus den Mühlenkampkanal. Dann links in den Goldbekkanal (hoffentlich kommt an diesem Nadelöhr kein Schiff von hinten oder vorn…), rechts in den Rondeelkanal und wir waren auf dem Rondeelteich. Hier dann Richtung Alsterlauf und bald waren wir wieder auf der Aussenalster. Einmal quer rüber und zurück über den Langen Zug in den Hofwegkanal. Hier gab es dann ein kleines Malheur.

Unter einer Brücke fuhr ich zu dicht auf. Und die Gerammte versuchte sich, an der Brücke festzuhalten. Ganz blöde Idee. Während ihre Hände Halt suchten, fuhr das Brett weiter und kurz darauf war es dann auch passiert, sie fiel rein. Das war mir natürlich hochgradig unangenehm. Aber Glück im Unglück, wir waren mehr oder weniger in Sichtweite vom Startpunkt und dort wurde der Havarierten ein Neo gereicht.

Wir übrigen fuhren weiter Richtung Feenteich. Und gleich an der nächsten Brücke fragte ich mich, weit wann hier ein Abfluss von der Straße eingeleitet wurde… Nun, es entpuppte sich als ein Fussgänger, der vom Hofweg runter in den Kanal schiffte… Unser Guide Tanja wäre beinahe geduscht worden, bäh. Aber hier noch mal Glück gehabt. So hatte mein Rempler noch was gutes, sonst wären wir ein paar Sekunden früher beim Pinkler gewesen… So, nun waren wir aber beim Feenteich angekommen. Dort herschte spiegelglattes Wasser und eine herrliche Ruhe. Aber lange konnten wir uns dort nicht aufhalten. Denn wir hatten uns ein Bootshaus am eingang zum Langen Zug als Rastplatz ausgeguckt.

Das Bootshaus lag mit seinem riesigen Steg komplett verlassen da. Wir genehmigten uns ein Kaltgetränk und schauten uns den Sonnenuntergang an…wenn er denn zu sehen gewesen wäre. War trotzdem schön.

Kurz darauf begann es aber zu regnen und wurde rasch finster. Also ab auf die Boards und im strammen tempo zurück zu SUP Legion. Nach insgesamt 2 Stunden hatten wir wieder festen Boden unter den Füssen. Tolle Tour, hoffentlich nicht zum letzten Mal dieses Jahr.

Unterwegs auf Hamburgs Kanälen

Endlich war es soweit. Nach 10 Monaten stand ich endlich wieder auf meinem wunderschönen Race SUP von f.one. Über den Winter hatten sich unschöne Osmose Pickel im Lack eingenistet. Und meine Versuche, den Lack zu erneuern, haben alles nur schlimmer gemacht. 

Also brachte ich das Board vor sechs Wochen zum Bootsbauer und Lackierer. Und die Jungs haben einen tollen Job gemacht. Zwar waren die Zeichnungen auf dem Unterwasserschiff nicht zu retten. Aber die Unterseite und die Rails erstrahlen nun im neuen Glanz. 

Und heute konnte ich endlich wieder das Board aufs Dach packen und fuhr ab zum Stadtparksee. 

Ich konnte einen perfekten Parkplatz direkt am Einstieg ergattern und ab gings aufs Wasser.

  
Auf dem Wasser war ein unglaubliches Getümmel. Halb Hamburg nutzte die Rückkehr des Sommers und fuhr Kanu, Tretboot und SUP. Vor zwei Jahren war ich auf den Kanälen noch ein Exot. Jetzt gehören SUP Paddler zum normalen Bild. Gut so. 

Weniger gut: die meisten Freizeitkapitäne haben leider keine Ahnung von Vorfahrtsregeln. Und wenn dann noch ein Bier zu viel dazu kommt, wirds schnell spannend auf dem Wasser. Denn dann und wann will auch noch ein Alsterdampfer durchs Gewusel. Warum gibt es von den Verleihern eigentlich keine Einweisung, wer ausweichen muss, auf welcher seien man fährt, etc. das würde vieles einfacher machen. Nun gut, ich weiß was ich tue und muss dann halt auch für die anderen mitdenken. 

Von Stadtparksee bog ich rechts ab in den Goldbekkanal und folgte den Maßen. Beim Chapeau bog ich links ab in den Muhlenkampkanal. Hier was noch mal richtig voll. Ein zwei fast Havarien später erreichte ich den Langen Zug. Zwei Dampfer wetterte ich am Rand ab und schaute kurz bei der Außenalster vorbei. 

  
    
 
Zurück gings über den langen Zug in den Osterbekkanal. Schön ist das nicht. Aber breit. So war genug Platz für alle. 

Auf der Höhe von Bootsberleih Zur Gondel war unglaublich viel los. Schnell weiter und links ab in den Barmbeker Stichkanal und weiter zurück in den Goldbekkanal. 

Vor dem Café Sommer Terrassen bin ich dann beinahe baden gegangen. Es war so unglaublich viel Müll im Wasser, dass die Finne hängen blieb. Leute, schmeißt euren Müll nicht ins Wasser!!!

Kurz vor der Einfahrt in den Stadtparksee wurds noch mal haarig. Irgendsoeine Dummsupp war völlig überfordert mit ihrem Bord. Sie war gekentert und das Bord trieb nun Finne nach oben im Wasser, sie saß oben drauf und stocherte planlos im Wasser rum. Ihr Begleitboot war ihr keine Hilfe, alle hatten schon ordentlich Alkohol getankt. Da fehlt mir jegliches Mitleid. Schnell weg. Nur ließ sie mich nicht. Anstatt, dass die Blödbacke mich einfach vorbeilässt, hantierte sie weiter planlos mit dem Paddel und drehte sich unkontrolliert…in mich rein. Zum Glück blieb ich trocken und gab Gas. Bloß weg hier. 

Und da war ich schon wieder am Ausgangspunkt meiner Reise. 

 
Nächstes Wochenende geht’s nach Fehmarn zum Sup und Beachsportfestival. Vielleicht Cruise ich mal um die Insel auf nem Board. Ich bin gespannt. 

 

Ein kleines bisschen Demut findet sich doch überall

Am vergangenen Samstag waren meine Stealers und ich Gast auf dem eigenen Feld. Der Gegner hiess Hamburg Knights, und die hatten das Heimrecht. Aber darum gehts hier auch gar nicht.

Bisher liefen Spieltage ungefähr so: erst sass ich 3-4 Stunden auf der Bank, habe mich geärgert, dass ich nicht spiele und mich geärgert, dass die, die spielen, einen so schlechten Job machen. Dann habe ich das zweite Spiel gepitched. Und mich geärgert, dass die anderen ihren Job nicht machen. Kurz, ich war gegenüber meinem Team doch ziemlich respektlos.

Samstag kam es anders. Auf einmal musste ich spielen. Auf 2nd Base. Dazu muss man sagen, dass ich da in meiner Bundesligakarriere ein ganzes Inning gespielt habe. Vor 3 Jahren.

Da stand ich nun. Ich hatte wenig bis keine Ahnung, was ich eigentlich tun sollte. Und dann kam doch tatsächlich ein Ball in meine Richtung geflogen. Selbstredend habe ich darauf einen Error gemacht. Auf einen geraden Ball, der den Boden gar nicht berührte. Die Gegner scorten einen Run auf meinen Fehler. Wo war das Loch, in dem ich versinknen konnte?

Fortan hoffte ich bei jedem Schlagmann, dass er überall hinschlägt, nur nicht zu mir! Aber wie das so ist, Karma fand mich und schickte mir noch einen Ball. Wieder machte ich einen Fehler, wieder punktete der Gegner und das Spiel war vorbei.

Was war ich froh, dass ich im nächsten Spiel endich wieder auf meinem Wurfhügel stand. Da wusste ich, was zu tun ist. Nur sah ich meine Mitspieler auf ein mal anders. Das waren nicht mehr die Typen, die die meiner Meinung nach einfachsten Bälle verbobbelten, um mich persönlich zu ärgern. Das waren Typen wie ich, die auf ihrer Position das Beste gaben. Nur ist es eben kein Piece of Cake, einen Ball zu fielden. Nein, da steckt harte Arbeit hinter! Ich verlange von den anderen ja auch, dass sie meine Arbeit respektieren. Und gerade rechtzeitig schickte mir das Schicksal eine zarte Erinnerung, dass auch ich den Respekt zollen muss, den ich einfordere! Denn natürlich WEISS ich, dass niemand absichtlich Fehler macht. Aber etwas wissen und sich auch entsprechend zu benehmen, sind zwei verschiedene Dinge. Diese Lektion in Demut war wichtig!

Jungs, wir können Dinge, die andere Menschen nicht können. Heck, wir können sogar Dinge, die der nächste in unserem Team nicht kann. Und niemand fühlt sich so schlecht, wie der arme Tropf, der den Error gemacht hat. Ich kann somit viel entspannter an meine Arbeit gehen. Denn ich bin eine Meile in seinen Schuhen gegangen.