Don’t call it a comeback

Der Baseballruhestand ist offiziell beendet. Nachdem ich Ende 2015, wie ich dachte, den Handschuh an den Nagel gehängt hatte, fing es doch in diesem Jahr wieder an, in den Finger zu jucken. Und kam diese verhängnisvolle SMS von meiner Frau. „Du solltest wieder mit Baseball anfangen…“

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Du solltest wieder anfangen…

Ich bin ja Baseballrentner. Und jahrelang dachte ich immer, ich könnte irgendetwas nicht unternehmen, weil die Wochenenden für Baseball verplant sind…

Nun, jetzt sind die Wochenenden frei. Und das genieße ich auch ein Stück weit. Nichts zu organisieren, nichts verpassen. Toll. 

Aber dann wiederum stelle ich fest: mehr anderen Kram mache ich jetzt auch nicht. Was hätte ich nicht alles vor, mehr Wassersport-Events, mehr Fahrradfahren, mehr Dinge unternehmen. 

Und was ist jetzt?

Nix is. 

Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich mehr Kilometer auf dem Bike abgerissen. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich schon öfter auf dem SUP-Board gestanden. Letztes Jahr um diese Zeit bin ich bereits auf Surf-Events gewesen. 

Hat mich Baseball also gar nicht davon abgehalten, Dinge zu unternehmen?

Ich habe mir diese Saison schon ein paar Spiele  angesehen. Das war ein seltsames Erlebnis. Gestern stand ich noch selbst auf dem Mound, heute nur noch Zaungast. 

Letztens meinte ich noch zu meiner Frau, dass aufzuhören wohl keine gute Idee war. Mir fehlt mein Team, mir fehlt der Wettkampf, mir fehlt die Struktur, die die Saison brachte. Mir fehlt das Knallen des Balls im Handschuh. 

Und mein Plan, befreit vom Stress der Saison wieder richtig fit zu werden? War ne Milchmädchenrechnung. Ich bin mitnichten fitter, als vor einem Jahr. Meine Arme sind nur noch Pommespieker. Und irgendwie bin ich extrem unausgeglichen. 

Heute bekam ich dann eine SMS von meiner Frau. 

„Ich finde du solltest wieder Baseball spielen…“

Die Woche in Bildern – Jahresrückblick

Jahresrückblicke gibt es wie Sand am Meer. Hier kommt noch einer. Aber keine Angst, ich bete jetzt nicht runter, was ich dieses Jahr alles total Unglaubliches erlebt habe. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Weiterlesen „Die Woche in Bildern – Jahresrückblick“

War’s das jetzt mit Baseball?

Schon öfter habe ich an dieser Stelle über mein nicht unproblematisches Verhältnis zu meiner einstigen großen Liebe philosophiert – Baseball.

Hätte man mich vor 10 jahren gefragt, wie lange ich gedenke, Baseball zu spielen, so wäre meine Antwort gewesen, dass ich nie aufhören würde. Nun, nie kam dann wohl doch schneller, als gedacht. Über die Jahre wurde Baseball für mich immer nachrangiger. Ich habe eine Familie gegründet, deutliche verantwortungsvollere Jobs kamen und gingen, ich habe neue Hobbies gefunden, die auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich Wassersport-Events besuchen will, habe ich dafür nur das Wochenende. Wenn an dem Wochenende aber ein Spiel ist, kann ich nicht an den Strand. Und mit der Familie will ich ja auch Zeit verbringen. Jetzt hat Sohnemann auch mit Fussball angefangen und erwartet zu Recht, dass ich bei den Spielen (am Wochenende) dabei bin. Kurz: Mir fehlt so langsam die Zeit, auf Bundesligalevel Baseball zu spielen.

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Ein kleines bisschen Demut findet sich doch überall

Am vergangenen Samstag waren meine Stealers und ich Gast auf dem eigenen Feld. Der Gegner hiess Hamburg Knights, und die hatten das Heimrecht. Aber darum gehts hier auch gar nicht.

Bisher liefen Spieltage ungefähr so: erst sass ich 3-4 Stunden auf der Bank, habe mich geärgert, dass ich nicht spiele und mich geärgert, dass die, die spielen, einen so schlechten Job machen. Dann habe ich das zweite Spiel gepitched. Und mich geärgert, dass die anderen ihren Job nicht machen. Kurz, ich war gegenüber meinem Team doch ziemlich respektlos.

Samstag kam es anders. Auf einmal musste ich spielen. Auf 2nd Base. Dazu muss man sagen, dass ich da in meiner Bundesligakarriere ein ganzes Inning gespielt habe. Vor 3 Jahren.

Da stand ich nun. Ich hatte wenig bis keine Ahnung, was ich eigentlich tun sollte. Und dann kam doch tatsächlich ein Ball in meine Richtung geflogen. Selbstredend habe ich darauf einen Error gemacht. Auf einen geraden Ball, der den Boden gar nicht berührte. Die Gegner scorten einen Run auf meinen Fehler. Wo war das Loch, in dem ich versinknen konnte?

Fortan hoffte ich bei jedem Schlagmann, dass er überall hinschlägt, nur nicht zu mir! Aber wie das so ist, Karma fand mich und schickte mir noch einen Ball. Wieder machte ich einen Fehler, wieder punktete der Gegner und das Spiel war vorbei.

Was war ich froh, dass ich im nächsten Spiel endich wieder auf meinem Wurfhügel stand. Da wusste ich, was zu tun ist. Nur sah ich meine Mitspieler auf ein mal anders. Das waren nicht mehr die Typen, die die meiner Meinung nach einfachsten Bälle verbobbelten, um mich persönlich zu ärgern. Das waren Typen wie ich, die auf ihrer Position das Beste gaben. Nur ist es eben kein Piece of Cake, einen Ball zu fielden. Nein, da steckt harte Arbeit hinter! Ich verlange von den anderen ja auch, dass sie meine Arbeit respektieren. Und gerade rechtzeitig schickte mir das Schicksal eine zarte Erinnerung, dass auch ich den Respekt zollen muss, den ich einfordere! Denn natürlich WEISS ich, dass niemand absichtlich Fehler macht. Aber etwas wissen und sich auch entsprechend zu benehmen, sind zwei verschiedene Dinge. Diese Lektion in Demut war wichtig!

Jungs, wir können Dinge, die andere Menschen nicht können. Heck, wir können sogar Dinge, die der nächste in unserem Team nicht kann. Und niemand fühlt sich so schlecht, wie der arme Tropf, der den Error gemacht hat. Ich kann somit viel entspannter an meine Arbeit gehen. Denn ich bin eine Meile in seinen Schuhen gegangen.

Was ist gut für Baseball?

Der Deutsche Baseballverband gab kürzlich bekannt, dass die Hannover Regents , eine Baseballmannschaft aus, nun ja, Hannover, keine Lizenz für die 1. Bundesliga erhalten würden und daher in der 2. Bundesliga verbleiben. Ist das nun gut oder schlecht?

Dem interessierten Leser sei zunächst die Lektüre meines etwas älteren Artikel zu empfehlen. Dort befasse ich mich damit, warum Baseball eine Randsportart ist und sich daran auch nichts ändern wird.

Nun, zurück zum Thema, ist es gut oder schlecht, dass die Regents keine Lizenz bekommen? Schauen wir uns deren Feld einmal an…oder das, was die als solches bezeichnen. Das Spielfeld selbst ist nicht bundesligatauglich. Das Infield definitiv nicht, der Mound ist ein Zumutung, eine geschlossene Feldumrandung gibt es nicht. Ebenso keine Tribünen, kein Catering, keinen Stadionsprecher. Die Dugouts haben als Bodenbelag Kieselsteine! Wer denkt sich so einen Blödsinn aus?

Die Lizenzkriterien waren somit nicht erfüllt und Hannover konnte auch nicht dafür sorgen, dass dies zum Saisonstart so sein würde. Also bleiben sie trotz sportlichem Auftsieg in der 2. Bundesliga.

Und nun setzte natürlich in den einschlägigen Foren das große Wehklagen ein, wie gemein sie doch alle seien. Die Stadt, der Baseballverband, einfach alle. Man müsse kleinen Vereinen eine Chance geben, so kann Baseball niemals groß werden, der DBV ist gegen uns, buhu.

So bitter der Nicht-Aufstieg für die Regents doch sein mag, für Baseball im Allgemeinen ist das die richtige Entscheidung! Ja, richtig gelesen.

Ganz abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass Hannover in der 1. Bundesliga bestehen könnte, kann auch den Zuschauern nicht zugemutet werden, Leistungssport auf dieser Anlage bezeugen zu müssen. Wie soll dem Sport denn bitte geholfen sein, wenn in der angeblich höchsten deutschen Spielklasse auf einem, verzeihung, Acker gespielt wird. Sollen damit Sponsoren und Medien angezogen werden? Eher nicht. Würde Baseball als ernstzunehmender Sport anerkannt werden, wenn zugelassen würde, dass die Besten der Besten sich auf einem minderwertigen Platz messen?

Klare Antwort: NEIN!

Der objektive Zuschauer würde sich fragen, was das hier sein soll und warum man das unterstützen soll. Neben den ausbleibenden Siegen des Heimteams würde den Zuschauern auch drumherum nichts geboten werden. Eine Ausnahmelizenz für Hannover wäre eine Bankrotterklärung des Verbandes.

Damit Baseball jemals in Deutschland wahrgenommen wird, muss es vorzeigbar sein. Und dazu gehört auch ein vorzeigbares Feld. Basta!

Und da wir in Deutschland nur wenig wirklich vorzeigbare Anlagen haben, wird sich am Nischendasein erst einmal nichts ändern.

Für die Regents würde ich mich im Falle eines Aufstiegs freuen. Aber Baseball wird dadurch nicht vorangebracht.

Report: Robinson Cano, Mariners agree to 10-year, $240M deal

Ja, will denn kein GM jemals lernen. In 10 Jahren ist der Vogel 41! Können wir mal bitte kurz eine Liste aufstellen, von Spieler die mit Ende30/Anfang 40 noch unersetzlichen Beitrag zum Team geleistet haben…?
Und jetzt mal ernsthaft, Robinson, Du gehst für rechnerisch 24 Mio/Jahr in eine Stadt, in der sich aus Baseball mittlerweile niemand mehr etwas macht und in der das Wetter schäbig ist. Anstatt für das gleiche Jahresgehalt in bei DEM team zu bleiben, in einer Stadt, die Dir zu Füssen liegt? Lieber Robinson, Dir geht es nicht um Baseball, Dir geht es nicht um Titel. Dir geht es nur und ausschliesslich ums Geld Good Job, macht nur weiter so Freunde…

Alex Rodriguez

Alex Rodriguez, oder Arod wie er genannt wird, ist ein amerikanischer Baseballprofi in den Diensten der New York Yankees. Arod war lange Zeit mein Lieblingsspieler. Arod galt lange Zeit als der beste Spieler aller Zeiten. Arod galt lange als sichere Bank für die Hall of Fame. Arod hat sich viel Mühe gegeben, das alles kaputt zu machen.

Derzeit streitet sich Rodriguez mit der Baseballliga MLB, die ihn für insgesamt 211 Spiele sperren möchte. Das wären in etwa 1 1/3 Saisons. Wie konnte es dazu kommen?

Schon zu Highschoolzeiten galt Arod als Ausnahmetalent. Zwar unterzeichnete er einen Letter of Intent mit der Universität von Miami. Dennoch wurde er ohne Umweg Baseballprofi und schaffte es sehr schnell, in der MLB Fuß zu fassen. Er debütierte mit den Seattle Mariners auf der Position des Short Stops. Recht schnell zeigte er auch bei den Profis seine Qualitäten. Er wurde zu einem sehr guten Short Stop, vielleicht einem der besten, und gleichzeitig auch zu einem sehr kraftvollen Hitter. Homeruns sind bei Arod fest im Programm gewesen. Aber auch das Schlagen für einen hohen Durchschnitt und Stolen Bases hatte er im Programm.

2001 wechselte er dann von den Mariners zu den Texas Rangers und unterzeichnete dort den zweithöchsten jemals vergebenen Vertrag im Profibaseball. 10 Jahre für über 250 Mio Dollar! Unerhört. Aber Arod schien das mit tollen Statistiken zu rechtfertigen, jedes Jahr schlug er mehr Homeruns und alle freuten sich.

2004 wurde er dann nach New York getraded. Alles schien super, der beste Spieler fürs beste Team. Hier würde er die Titel holen können, die ihm in Texas verwehrt waren. Es gab da nur ein Problem: Derek Jeter.

Derek Jeter ist der Short Stop der Yankees und deren Kapitän. Auch wenn er regelmäßig als überschätztester Spieler aller Zeiten gilt, sind seine Statistiken und seine 5 World Series Ringe außerhalb jeder Frage. Jeter ist über die Grenzen von New York hinaus respektiert und beliebt. Und eigentlich der beste Freund von Alex. Oder doch nicht?

Nach allem, was man so hört und liest, soll Arod ein, nun ja, kapitaler Vollarsch sein. In einem Interview bezeichnete er Jeter mal als Ergänzungsspieler. Nun, Jeter ist ohne Frage nicht bloß ein Ergänzungsspieler. Und das ist ihm bewusst, er hält viel auf sich als Spieler. Dieses Interview markierte das Ende der Bromance zwischen den beiden. Jeter war also nicht glücklich, als Arod zu den Yankees kam. Und das ließ er ihn spüren.

Als Alex von den überaus kritischen Fans ausgebuht wurde, da er dem Hype um seine Person speziell in den Playoffs nicht gerecht wurde, hätte Jeter, als Prinz von New York, den Pöbel mit einer Solidaritätsadresse zum Schweigen bringen können, doch er tat….nichts.

Auch war von vornherein klar, dass Arod in New York nicht der Short Stop wäre. Zwar war er der klar bessere Spieler. Aber Derek war eben…Derek. Arod blieb also nur die dritte Base.

An dieser Stelle hätte dennoch alles gut sein können. Aber das ging wohl nicht.

Alex war eigentlich verheiratet mit Cynthia. Aber Arod ging auch gerne in Stripläden und offenbar nicht nur zum gucken. Das stritt er zwar ab. Aber heute ist er geschieden. Diese Geschichte wurde von der New York Post gerne aufgenommen. Aber das ist nicht das Problem, dass Arod heute hat. Da geht’s nämlich um Doping.

Die MLB hatte speziell in den 90ern ein Doping Problem. Im Prinzip war Doping dort so verbreitet, wie auf der Tour de France. Und teilweise war es nicht mal explizit verboten. Das Testing entsprach nicht den internationalen Anforderungen und so wurde mehr oder weniger offen gedopt. Die Liga hatte ein Problem und es wurde ihr bewusst.

Also führte sie erst einmal anonyme Tests ein. Man wollte mal gucken, was eigentlich so los ist. Und Spieler, die erwischt wurden, mussten nichts befürchten. Wenn sie künftig die Finger von den Drogen ließen, würde niemand etwas vom positiven Test erfahren. Hand drauf! Nur leider wurden diese Testergebnisse, die eigentlich längst vernichtet sein sollten, vom FBI beschlagnahmt. Zwar wurde den Spieler Anonymität zugesichert, die test sollten vernichtet werden und das FBI hatte überhaupt kein Recht, diese Ergebnisse zu beschlagnahmen. Das ist alles amtlich festgestellt. Aber die Katze war aus dem Sack. Denn in den Papieren tauchte auch der Name Alex Rodriguez auf.

Nun, Profisportler haben alle denselben Reflex, wenn sie des Dopings bezichtig werden: erst mal alles abstreiten. Das klappt nur in den seltensten Fällen. Bei Alex klappte es nicht. Eine gewisse Selena Roberts fand Arod wohl so Scheiße, dass sie es der ganzen Welt erzählen musste. Also schrieb sie ein Buch: A-Rod: The Many Lives of Alex Rodriguez. In diesem Buch bringt sie in mi Doping in Verbindung. So soll er bereits in der Schule gedopt haben und es noch immer bei den Yankees tun. So soll er auch sonst nicht so der beste Kamerad sein und dem gegnerischen Team im Spiel Taktiken der Yankees verraten haben. Außerdem sei er süchtig nach Aufmerksamkeit.

Nun, wie sich kurz darauf und den anfänglichen Negierungen zum Trotz herausstellte, hatte Arod tatsächlich gedopt. Er räumte ein, dass von 2001-2003 getan zu haben, seiner Zeit bei den Rangers. Grund sei gewesen, dass die Erwartungen mit dem gigantischen Vertrag ja so hoch gewesen seien und er liefern wollte. Die Erwartungen dürften bei den Yankees noch viel höher sein. Aber seitdem wurde er nicht mehr mit Doping erwischt.

Konsequenzen hatte das ganze seitens Baseball keine. Zwar war die Frau weg und der Ruf ruiniert. Aber die MLB hatte keine Handhabe, ihn zu disziplinieren. Der Test damals war ja nur inoffiziell. Aber seine Zeit als legitimer Erbe von Hank Aarons Homerun Rekord war vorbei. Bereits Barry Bonds, der zwar die meisten Homeruns hat, wird nicht erwähnt, da er ebenfalls des Dopings bezichtigt wird (andere Story). Er war nun nicht mehr nur ein arroganter Mistkerl. Nein, nun war er als integrer Sportler irreparabel beschädigt.

Dennoch konnte er die Fans teilweise zurückerobern, als die Yankees 2009 die World Series gewannen und er daran maßgeblichen Anteil hatte.

Die anderen Ausflüge in den Boulevard lasse ich hier mal weg (Beziehung mit Madonna, selbstverliebtes Posing in einem Herrenmagazin und sinnfreie Interviews zur Unzeit, etc. pp.). Als Spieler konnte er seitdem nicht mehr groß auftrumpfen. Verletzungen plagten ihn. Und immer wieder Dopinggerüchte. Und nun kam ein weiterer Hammer.

Eine Dopingklinik wurde ausgehoben. Und in den Kundenunterlagen: Alex Rodriguez. Die Geschichte wiederholt sich, Arod streitet alles ab. Und diesmal hat die MLB auch keine positiven Testergebnisse. Sie hat nur die Aussage des Dealers, dass Arod regelmäßig dope und auch andere dazu anstifte. Dem Comissioner Bud Selig langt es. Obwohl die Strafe für Erst-Täter (und das ist Arod offiziell, wenn überhaupt) bei einer Sperre von 50 Spielen liegt, wird Arod für 211 Spiele gebannt. Wogegen er Protest einlegt und erst mal weiter spielen darf.

Hinzu kommen Anschuldigungen gegen sein eigenes Team. So habe man ihm medizinische Daten vorenthalten, in Playoffs eingesetzt, obwohl er spielunfähig gewesen wäre und so eine weit schlimmere Verletzung provoziert. Sein eigenes Team wolle ihn beschädigen, damit sie ihn und seinen Monstervertrag (zwischenzeitlich hatte er noch mal für 10 Jahre/300 Mio verlängert)loswerden würde. Man wolle auch, dass er gesperrt werde, damit die Versicherung sein Gehalt für 2014 an die Yankees zurückzahlt

Aktuell läuft ein Schlichtungsverfahren Arod vs. MLB, ob die Sperre aufrecht erhalten, reduziert oder verkürzt wird. Parallel verklagt er seinen Arbeitgeber. Wer ist im recht, wo ist die Wahrheit? Ich weiß es nicht. Aber der Mob sieht Arod schuldig. Und das hat er selbst zu verantworten.

Hätte er damals sofort eingeräumt, dass er gedopt hat, man hätte ihm wohl längst verziehen. Hätte er jemals versucht, die öffentliche Meinung auf seine Seite zu holen, würde die Liga ihn nicht versuchen, fertig zu machen. Arod unterliegt gerade seiner Arroganz und Hybris. Und ob schuldig oder nicht, mein Arod-Trikot werde ich nicht mehr tragen.

I’ll be back!

Die Saison 2013 ist in den Büchern. Wie geht’s nun weiter?

Nachdem ich ja erst kürlich angedeutet habe, dass es für mich der letzte Vorhang war, denke ich nun ein wenig anders darüber. Sicher, unprofessionelle Orga, Umpire mit Glaskugel statt wirklichem Können, respektlose Gegner, das alles wird mich auch weiterhin ankotzen.

Aber es wäre doch eine Schande, aufzuhören, so lange man es noch drauf hat, oder? Und auch wenn es dieses Jahr nicht wenige Spiele gab, die mir die Endlichkeit meiner Baseballkarriere prophezeiten, so gab es dennoch genug Tage, an denen ich immer noch der STEFMASTER war. Und von daher werde ich wohl noch mindestens ein Jahr spielen.Nur das managen, das werde ich endgültig an den Nagel hängen. Aus nicht wenigen Gründen ist das einfach nicht meins. So kann ich mich dann voll aufs spielen konzentrieren. Darauf freue ich mich sehr. Welche Position, welches Team (innerhalb der Stealers natürlich), das ist nicht vollständig in meiner Hand. Aber ich denke, als Pitcher muss ich mich nicht verstecken und da wird sich schon ein Plätzchen für mich finden.

Definitiv möchte ich nächstes Jahr auch wieder häufiger an den Schlag gehen. Ich bin jetzt kein Speedy Gonzales. Aber solide .260 kann ich garantieren und zumindest kann ich bunten. Das habe ich dem ein oder anderen voraus. 🙂