Burgertour – BBQ Cheese im Ramrob

Uns gelüstete mal wieder nach einem Burger. Aber diesmal zog es uns nicht nach Hamburg, sondern ins heimatliche Ahrensburg, genauer ins Ramrob.

Das Ramrob ist ein für Ahrensburger Verhältnisse recht aufwendiger Laden. Vom Ambiente ein wenig Fluch der Karibik auf SM-Gothic. Oder so ähnlich.

Egal, wir kamen für den Burger. Und den Chef kenne ich noch aus einem anderen Laden, dem Careba in Großhansdorf. Dort servierte er einen sehr leckeren Burger aus frischem Hack. Und da auch das Bild in der Speisekarte attraktiv war, hatte ich hohe Erwartungen.

Sie wurden enttäuscht.

Der georderte BBQ Cheese punktete auf jeden Fall mit zwei Lagen Fleisch und war ansprechend angerichtet. Nur leider waren die Pattys Tiefkühltware.

Geschmacklich dennoch ok. Von der angepriesenen BBQ-Sauce hab ich zwar nichts geschmeckt. In der Komposition keine Experimente, Pattys, Bacon, Tomate und Salat auf Sesame Bun. Aber dennoch, ein grundsolider Burger auf gehobenem Sportlerheim-Niveau. Preislich spielt der BBQ Cheese jedoch in einer ganz anderen Liga. 12,50€ für einen Tiefkühlprodukt ist eine ambitionierte Ansage. Dieser Preis wird sonst eigentlich nur für frische Burger aufgerufen, sh. Burgerlich oder Ottos. Und im direkten Vergleich (TK, 2 Pattys) schneidet der Dos Amigos Empire State geschmacklich und preislich (7,80€) deutlich besser ab.

Fazit: das Ramrob ist ein gemütlicher Laden mit sehr aufmerksamer Bedienung. Für Drinks in netter Gesellschaft komme ich gerne wieder. Als Bar ist das Ramrob ganz großes Kino. Die Burgerküche dagegen ist mehr Schein als Sein und kein zwingender Besuchsgrund. Aber wenn man schon mal da ist, macht man mit dem Burger auch nicht viel falsch.

Note: Guter Durchschnitt. Abzüge für TK.

Kochstudio: Schweinefilet in Sahnesauce

Dass ich erst alterstechnisch reifen musste, bevor ich ohne Maggi eine Bolognese mache, hat mir einige Häme eingebracht. Zu Recht!

Aber bevor hier Mißverständnisse entstehen, ich bin nicht grundsätzlich auf Glutamat aus der Tüte angewiesen, um etwas Leckeres auf den Tisch zu bringen. 🙂 Zum Beweis hier mein Schweinefilet in Sahnesauce.

Man nehme:

IMG_77061 gutes Pfund Schweinefilet
2 Zwiebeln
200 gr. ChampignonsSchinkenspeck in Scheiben
Je 1 Becher Sahne, Creme Fraiche und Cremefine
Paprikapulver edelsüß
Pfeffer
Salz
Tomatenmark

Das Filet in den Schinkenspeck einrollen. In eine Auflaufform mit geschnittenen Zwiebeln und Pilzen geben. IMG_7702

Für die Sauce Sahne und Cremefine erhitzen und die Cremefraiche einrühren. Tomatenmark je nach Geschmack einrühren. Min. 2 EL Paprikapulver. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce dann über das Fleisch geben und im Ofen bei 220 Grad (Umluft) ca. 35 Minuten garen.

Dazu passt Reis.

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten.

Ein sehr einfaches aber auch sehr leckeres Gericht.

Guten Appetit!

Kochstudio: Bolognese

Ich bin 35. Da kann man ja so langsam mal ohne Maggi eine Bolognese zaubern. Gesagt, getan.

Als Basis diente mir das Originalrezept aus Bella Italia:

Originalrezept für ragù classico bolognese

Das Originalrezept wurde am 17. Oktober 1982 von der Acca­de­mia Italiana della Cucina bei der Han­dels­kam­mer von Bo­logna hinterlegt.

Zutaten

300 g grob gehacktes Rindfleisch
150 g Pancetta
50 g Karotte
50 g Stangensellerie
50 g Zwiebel
300 g geschälte Tomaten
1/2 Glas trockenen Weißwein
1/2 Glas Vollmilch
etwas Gemüsebrühe
Olivenöl oder Butter
Salz
Pfeffer
(optional ein Schuss Sahne zum Montieren)
Zubereitung

Pancetta, Zwiebeln, Karotte und Sellerie fein hacken; in einer Kas­se­rolle in 3 EL Öl oder 50g Butter anschwitzen lassen. Anschließend das grobe Hackfleisch hinzugeben. Bei ständigem Umrühren wenige Minuten bei hoher Temperatur anbraten, bis es brutzelt, dann den Wein hinzufügen und warten, bis die Flüssigkeit komplett verdunstet ist.

Erst jetzt Tomaten und Gemüsebrühe hinzu­fügen. Temperatur reduzieren und das ragù zugedeckt etwa zwei Stunden köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Erst gegen Ende die Milch hinzufügen, um die Säure der Tomaten abzuschwächen. Salzen, pfeffern. Wer nun Hartweizennudeln verwendet, könnte einen Schuss Sahne zugeben. Traditionell werden aber frische Tagliatelle verwendet, und dann hat die Sahne nichts in der Sauce zu suchen.

Erster Rückschlag: mein Schlachter hatte keinen Pancetta. Also habe ich stattdessen Schinkenspeck genommen.

Auf die Milch habe ich stattdessen verzichtet. Ich war aber recht großzügig mit Wein und Brühe. So brauchte ich keine zusätzlichen Gewürze. Ich habe nur ein wenig Chili dazugetan. Auch habe ich neben den frischen Tomaten noch ein wenig passierte Tomaten ergänzt, um mehr Sauce zu erhalten.

Die Kochzeit habe ich auf 1,5 Stunden reduziert, der Hunger war schuld! Was soll ich sagen, ich will mich nicht selber loben. Aber es war super lecker!

Für das nächste Mal nehme ich aber echten Pancetta und ein bisschen weniger Sellerie. Dafür mehr Zwiebeln und mehr Hack.

Bon apettito!

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Burgertour – eine Zwischenbilanz

In den letzten Monaten habe ich einige Burgerläden in Hamburg besucht. Zeit, mal eine Rangliste bis hierhin aufzustellen.

Für diese Liste habe ich nicht nur den Geschmack bewertet. Es flossen natürlich auch die Beilagen, das Ambiente, der Service mit ein, genau so, wie die Frage: Könnte ich diesen Burger immer wieder essen? Oder ist der eher so eine dann-und-wann-mal Sache? So flog zum Beispiel der Chapeau-Burger aus der Liste. Für sich betrachtet sehr sehr lecker und handwerklich top. Aber irgendwie nichts, was ich unbedingt noch mal haben muss.

Die Liste ist weder vollständig, noch allgemein gültig.

1. burgerlich – Hier passt das gesamte Paket! Immer wieder gern.

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burgerlich

 

 

 

 

 

2. Dos Amigos – Ja, das hat mich selbst überrascht. Die Pattys sind TK und der Service eher grenzwertig. Aber diese Macht von Burger macht einfach ein glückliches Gefühl im Bauch. Könnte ich jeden Tag essen. 🙂

3. Atelier F – Gerade erst entdeckt und schon ganz weit vor.

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Atelier F

 

 

 

 

 

 

4. Otto’s Burger – Solide Arbeit, ganz großes Kino

5. Better Burger Company – Anders als die anderen: Hier kann man sich die Toppings selbst zusammenstellen

Erwähnenswert:
– Gerüchteküche in der Wexpassage – Kritik und Foto folgen
– Chapeau
– Hans im Glück

Nicht so mein Geschmack:
– Brooklyn Burger Bar
– Big Burger im Bullerei-Deli
– HEIMAT im 25hours Hotel

HEIMAT-Burger im 25hours Hotel
HEIMAT-Burger im 25hours Hotel

 

 

 

 

 

 

 

Definitiv noch zu essen:
– Burgerlab
– Dulf

Alle getesteten Burger – und auch meine eigenen Kreationen – findet ihr auch auf Pinterest. Schaut doch mal vorbei.

Bis dahin
Euer Stef

 

Burgertour – Das Atelier F in Hamburg

Anlässlich meines Geburtstages haben meine Kollegen mich ins Atelier F eingeladen, um den dortigen Burger auszuprobieren.

Nach dem eher suboptimalen Eindruck im HEIMAT und meiner Fixierung aufs burgerlich war ich ja zunächst skeptisch. Aber was soll ich sagen, eine sehr gute Wahl! Das Ambiente ist sehr stylish, der Service perfekt. Und dann die Hauptsache: Der Burger. Note 1. An dem gibt es nichts auszusetzen. Ich hatte den BLT mit extra Käse und 180 gr. Patty. Ein Traum. Das Fleisch etwas über medium. Aber hier passte es. Sehr lecker mit Pfeffer gewürzt. Die Pommes ebenfalls lecker gewürzt und auf den Punkt knusprig. IMG_7586

Preislich vollkommen OK, Burger mit Beilage und Saucen um und bei 14 Euro. Zumal in der Lage, fast ein Schnäppchen. Hin da.

 

Burgertour – Der HEIMAT Burger im 25 hours hotel hafencity

Eine neue Woche, ein neuer Burger. Diesmal der HEIMAT Burger im HEIMAT Küche + Bar in der Hafencity.

Das HEIMAT Küche + Bar ist das Restaurant im 25 hours hotel in der hafencity hier in Hamburg. Das Ambiente stylisch, die Leute freundlich, sah alles vielversprechend aus. Der Burger kam mit ordentlich Vorschusslorbeeren. Die Essen + Trinken hatte ihn zum besten Burger der Stadt erkoren. Da waren wir doch sehr entspannt…und wurden bitter enttäuscht. Auch wenn der erste optische Eindruck erfreulich war. Der Burger samt Pommes ist hier schon eine amtliche Portion. Aber dann doch leider Masse, statt Klasse. IMG_7571

Wir orderten den Burger medium. Er kam roh. Auch die Pommes waren vor ihrer Zeit aus dem Fett geholt worden. Zwar erhielten wir recht zuügig Ersatz für die Pommes. Unsere Kritik zum Burger wurde aber nicht ernst genommen. Der gehöre so! Damit war das Gespräch beendet. Kein Vergleich mit den Kollegen vom burgerlich, die unsere damalige Kritik ernst nahmen und Einsatz zeigten, uns von ihrem Produkt zu überzeugen. Nein, hier nicht, hier wurden wir nur abgebügelt.

Ich weiss nicht, ob der Koch einen schlechten Tag hatte, oder ob der Burger ernst gemeint war. Aber der Burger war in der Mitte kalt und das Hack komplett roh. Auch die Komposition war sterbenslangweilig. Viel zu mächtiges Brötchen, das rohe Patty, Käse, ein Haufen kalte Tomaten, ein paar Zwiebeln, Gewürzgurke. Dazu ein sehr sparsamer Klecks Sauce. Warum das der beste Burger der Stadt sein soll, erschliesst sich mir nicht.

Auch der Service war eher mau. Zwar mussten wir nie lange auf Essen und Drinks warten. Aber die Damen machten durch die Bank durch nicht den Eindruck, als ob sie vom Fach waren. Schade.

Übrigens, laut 25 hours hotel war gestern Abend Ahoi-Sause. Das äusserte sich dadurch, dass ein DJ seinen Laptop aufgebaut hatte. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es wohl auch Ahoi-Shots gab…da hatten wir übrigens schon unsere Jacken an. Also, liebe Leute, wenn man eine Party macht, ist es irgendwie nicht so zielführend, das den Partygästen nicht zu sagen.

Sei’s drum, der Abend war trotzdem gelungen. Danke Jungs für die vorgezogene Geburtstagsfeier! Ich hatte eine Mordsgaudi. Aber das HEIMAT hat leider ausser Ambiente und Getränken nichts dazu beigetragen.

Und ein kleiner Tipp zum Schluss: Die Toiletten können noch so stylisch sein, wenn’s da riecht wie auf einem Bahnhofsklo, ist das dennoch eklig und der Location nicht angemessen.

Burgertour – Das Burgerlich in Hamburg

Die Burgertour ging weiter – gestern war ich mit ein paar Freunden im Burgerlich am Speersort in Hamburg. Der Laden hat erst vor kurzem eröffnet.

IMG_7498[1]Der erste Eindruck war positiv, das Ambiente ist ansprechend. Am Eingang wurde ich begrüßt und zu meinem Platz gebracht. Dort wurde mir dann erst mal das Bestellsystem erläutert. Das ist hier nämlich ein wenig speziell.

An einem Tablet, dass im Tisch versenkt ist, stelle ich mir meine Bestellung zusammen und bestätige das dann durch vorhalten einer kleinen Karte. Die Bestellung geht nun in die Küche, gezahlt wird dann später am Ausgang. Also, ein bisschen wie im Vapiano, ohne die Selbstbedienung. Nicht verwunderlich, da Geschäftsführer Gregor Gerlach auch Gründer vom Vapiano ist.

Die Getränke kamen prompt und auch die Damen vom Service waren immer hilfsbereit, auch wenn zum xten Mal einer von uns auf „Service“ drückte.

Das Essen kam recht zügig – zu den anderen. Meine Bestellung war irgendwie nicht gespeichert und so schaute ich erst einmal den anderen zu. Ich wurde zwar sofort dabei unterstützt, meine Bestellung erneut aufzugeben. Aber so ganz gelungen finde ich dieses Konzept dann doch nicht.

Aber ich bin natürlich für den Burger da gewesen, das war die Hauptsache.

Ich hatte einen Baconburger mit extra Patty und Käse auf Sesame Bun. Dazu die hausgemachten Pommes. Der erste Eindruck: optisch ansprechend. Aber die Patties verschwanden komplett im Bun.IMG_7500[1]

Dafür konnte der Burger geschmacklich überzeugen. Das Fleisch – medium gebraten – ist lecker gewürzt und der Burger ist handwerklich einwandfrei. Das Brötchen drängte sich nicht in der Vordergrund und war auch nicht von der BBQ-Soße zermatscht. Die Pommes waren kross und lecker, der Ketchup nach eigenem Rezept schön fruchtig.

Das extra Patty war jedoch bitter notwendig. Denn 100 gr. Fleisch sind für den großen Hunger einfach zu wenig. Auch mit doppelter Lage Fleisch fragte ich mich: „Und was esse ich jetzt?“ Aber satt war ich und es lag nichts quer im Magen. Im Nachhinein muss ich anerkennen: Alles richtig gemacht.

Unsere Kritik gaben wir sogleich an den Service, hauptsächlich dass das Größenverhältnis Patty/Bun nicht aufgeht und mehr Masse hier mehr Spass gewesen wäre. Unsere Kritik wurde auch nicht abgetan, ganz im Gegenteil. Prompt stand der Chef Sven Freystatzky, zuvor GF bei Jim Block, an unserem Tisch und diskutierte mit uns beim Digestiv aufs Haus seine Philosophie vom guten Burger. Wir erhielten auch eine Führung durch die Küche und konnten uns die Entstehung der Burgerlich-Burger ganz genau anschauen. Hier räumten die Kollegen auch ein, dass die hausgebackenen Buns in der Tat heut zu groß geraten sind.

Stichwort hausgemacht: Alle Zutaten werden nach eigenem Rezept hergestellt, größtenteils vor Ort. Meiner Meinung nach schmeckt man das auch.

Unterm Strich: Tolles Ambiente, sehr guter Service, leckeres Essen. Der Burger im Burgerlich ist auf jeden Fall in meinen Top 3 in Hamburg. Dazu ein Geschäftsführer, der für sein Produkt brennt. Preis/Leistung ist ok.

Kritik: Die Patties könnten größer sein. Und kein Alster auf der Getränke-Karte?

Ich kann das Burgerlich ohne schlechtes Gewissen empfehlen und komme gerne wieder.

Update 20.12.2014
Ich bin heute noch mal da gewesen. Samstag Abend, propevoll. Dennoch innerhalb weniger Minuten einen Tisch bekommen. Das Essen ratzfatz geliefert. Und es war perfekt. Verhältnis Bun/Patty genau richtig, Fleisch auf den Punkt gegrillt, alles richtig gemacht. Zum Nachtisch noch einen heissen Applecrumble, traumhaft. Das Burgerlich ist defintiv mein liebster Burgerladen in Hamburg!!!!