Facebook nervt

Kaum zu glauben. Aber ich bin so angenervt von Facebook, dass ich mich am liebsten abmelden würde.

Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht mehr hinterherkomme, wie ich was jetzt einstellen muss, um von meinen Freunden nichts zu verpassen aber gleichzeitig nicht alles vollkommen öffentlich ist, habe ich einfach die Übersicht verloren. Die Pinnwand ist ein totales Chaos. Hier eine Statusmeldung, da eine Werbung, da n Like, hier ein Foto. Überall blinkt es, ist durcheinander. Und ob ich eine Werbung nun wegclicke oder der berühmte Sack Reis fällt um. Das Ergebnis ist das gleiche, am nächsten Tag ist dieselbe schwachsinnige Werbung wieder da.

Von meinen (überschaubaren) knapp 300 Freunden scheinen nur eine Handvoll aktiv zu sein. Oder das macht Facebook mich zumindest Glauben. Der Rest? Ist offenbar nicht relevant für mich.

Im ersten Schritt habe ich jetzt erst einmal meine Likes radikal zusammengestrichen. Wenn ich früher einen Like setze, hieß das einfach nur, ich mag das. Heute werde ich dann aber gleich mit gesponserten Beiträgen, anderer Werbung oder was weiss ich nicht noch vollgebombt. Nur weil ich mal geclickt habe, dass ich Cola light mag. Also weg damit. Ich denke, ihr werdet es verschmerzen, wenn ihr nun nicht mehr wisst, welche Filme ich gucke, welche Musik ich höre und welche Bücher ich lese. Seid stark.

Warum melde ich mich nicht einfach ab? Nun, dafür bin ich zu neugierig. Ich will einfach wissen, wer gerade richtig schön auf’m Klo war oder bei McDonald’s. Außerdem nutze ich gerne die Veranstaltungsfunktion. Die ist nunmal recht praktisch. Auch wenn das dort auch stark nachgelassen hat. (Mobil sehe ich Absagen gar nicht, am Rechner nur mit Umweg). Und ich brauche Facebook als Verbreitungsplattform für meine Tweets und Blogs. Es wäre für mich natürlich viel einfacher, wenn meine Leser ihre Kommentare direkt unter den Blog setzen und den Blog abonnieren… Aber das nur am Rande.

Und ich habe tonnen von Fotos hier liegen. Die muss ich auch erst einmal wieder runtersaugen. Bei Insatgramm (gehört ja auch zu Facebook) habe ich das schon gemacht und könnte jederzeit gehen…

Ich weiß, dass wir bei Facebook nicht die Kunden sind, nur die Ware. Dennoch würde ich gerne aufwändiger verarscht werden. Danke.

Straight to Hell!

Der Weltklimagipfel ist eine Enttäuschung. Aber haben wir etwas anderes erwartet? Die Welt, so wie sie heute ist, kann sich nicht mehr selbst retten. Wir brauchen eine Revolution!

Die USA haben noch immer den Anspruch, die Welt anzuführen. Nur offenbar übersehen sie dabei, dass dazu auch gehört, die Probleme konstruktiv lösen zu wollen. Dass die USA dazu aber nicht bereit sind, hat schon der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ deutlich gemacht. Und auch in Doha schreiten sie nicht mutig voran. Zumindest nicht in die richtige Richtung.

Solange die Regierungen dieser Welt als oberstes Ziel haben, die heimische Wirtschaft ja nicht zu „gefährden“, wird es mit dieser Welt immer weiter bergab gehen.

„Gut“ zu sein, kostet nun einmal Geld. Vom Verbraucher wird gefordert, dass er direkt für alles die Zeche zahlt. Die Mächtigen aber sichern sich weiter ihre Pfründe.

Bestes heimisches Beispiel: Der Kunde darf nun dafür zahlen, dass die Anbindung der Windparks verzögert wird. Danke, Tennet. Für nichts.

Aber wie soll es auch besser werden? Die Politiker sind abhängig von der Wirtschaft. Wer sich hart mit der Wirtschaft anlegt ist vielleicht beim Pöbel populär, würde aber dennoch nicht lang an der Macht sein. Und leider geht es nur noch um Machterhaltung! Für etwas anderes ist in der jeweiligen Legislaturperiode auch überhaupt keine Zeit. Echte, tiefgreifende und hilfreiche Reformen brauchen einen langen Vorlauf. Und wenn die keine breite Unterstützung der oberen 10.000 bekommen, warum sollte man dann darauf Zeit und Energie verschwenden? Nur damit die nächste Regierung alles wieder kippt?

Und zurück zu unserem tapferen Weltanführer Obama. Was hat er denn wirklich erreicht? Gemessen daran, dass er quasi als der Heiland himself angekündigt war? NICHTS!

Gleich mal ausgestattet mit dem Friedensnobelpreis ist er ein fast noch kriegerischer Feldherr als sein Vorgänger.

Und innenpolitisch? Nun, man muss ihn verteidigen, dass er sich im 2-Parteiensystem in einem heillosen Patt befand und auf demokratischen Wege eigentlich nichts wirklich anschieben konnte. Und ist denn nun wirklich zweifelsfrei bewiesen, ob er überhaupt Amerikaner ist? Wir erinnern uns. Ironie aus.

Obama war seit 4 Jahren andauernd im Wahlkampf, wie soll man da etwas schaffen? Und ob er jetzt noch was richtig angeht? In 4 Jahren ist er ja Rentner.

Also,  was sollen wir nun tun?

Möglichkeit 1: Legislaturperioden verlängern. Verbunden mit einem Leistungsbonus. Wer gut regiert, bekommt auch was extra. Wer schlecht regiert, geht in den Knast.

Möglichkeit 2: Abschaffung der Demokratie! Wir brauchen einen guten und besonnenen König, der nach Wohlgefallen (vorzugsweise des Volkes) entscheidet und umsetzt. Opposition und Lobbyverbände sind für die Rettung der Welt nicht hilfreich.

Demokratie ist in der heutige Form einfach nicht in der Lage, unsere Probleme zu lösen. Da es uns aber für eine Revolution zu gut geht und eine echte Monarchie wohl keine demokratische Mehrheit findet (ja, das ist ein Wortspiel) UND die Gefahr recht groß ist, dass Typen mit komischen Oberlippenbärten ihre Stunde gekommen sehen, gibt’s wohl nur eins: Straight to Hell!

Wenn einer eine Reise tut…

…dann muss er ja auch irgendwo essen und schlafen. Lasst mich euch einen sehr überschaubaren Einblick in Hotel und Gastronomie in Greifswald geben.

Hierhin führte mich das Big Business. Genächtigt habe ich im Hotel Galerie direkt am Marktplatz. Ein kleines Haus, dass sich der Kunst verschrieben hat. Die Zimmer sind benannt nach zeitgenössischen Künstler. Die ausgestellten Werke sind in der benachbarten Galerie zu erwerben. Keine schlechte Idee. Die Zimmer sind sauber und ordentlich und ausreichend geräumig. Die Bäder sind einfach aber sauber. Es fehlt an nichts. WLAN ist frei und die Zimmer sind mit Flachbildschirmen ausgestattet.

Das Frühstück ist inklusive. Es ist ausreichend aber nicht besonders reichhaltig. Brötchen, Brot, Aufschnitt, Mamelade, zweierlei Säfte und Cerealien. Leider hat man hier noch nichts von Rührei oder Speck gehört. Auch die Joghurt-Auswahl ist übersichtlich. „Frisch“ aufgeschnittenes Gemüse und gekochte Eier sind eine nette Idee. Nur leider unverkennbar bereits am Vorabend vorbereitet worden. Unterm Strich ist das Frühstück OK. Mehr aber auch nicht.

Zum Abendessen führte mich am ersten Tag mein Weg in das italienische Restaurant La Piazza, direkt am malerischen Marktplatz. Die Aufmachung zunächst typisch mit rot-weiss-karierten Tischdecken. Das auf der Tageskarte ein Schnitzel mit Rahmchampignons und Pommes angekündigt wurde, irritiert. Eher wenig italienisch.

Ich entschied mich für einen Klassiker, Pizza Salame. Die kam recht schnell, machte aber leider den Eindruck, als käme sie aus dem Tiefkühlregal. Aroma erinnerte an Dr. Oetker. Und sie schmeckte auch ähnlich. Schade.

Größentechnisch eher Kategorie Wagenrad. Wenn schon kein Hochgenuss, dann wenigstens satt. Mit Getränk n 10er. Summasummarum OK. Service bestenfalls unauffällig. Been there, done that. Komme aber nicht wieder.

Es schloss sich ein Spaziergang durch die gemütliche Fussgängerzone an. Dass die Geschäfte hier unter der Woche bereits um 18:00 Uhr dicht machen, ist dann aber doch eher gewöhnungsbedürftigt, so als Hamburger Jung.

Heute besuchte ich dann das Fritz Braugasthaus. Der erste Eindruck war phänomenal. Modern, dennoch klassisch rustikal und gemütlich. Der Service machte einen super Eindruck. Als Gruß aus der Küche gab es selbstgemachte Kartoffelchips mit einem Sauerrahm-Dip. Das machte Lust auf mehr.

Aus der reichhaltigen Karte wählte ich dann, angefixt von gestern, das Schnitzel mit Rahmpilzen und Pommes. Es war als frisches Schnitzel vom Landschwein angekündigt, inkl. Verweis auf den liefernden Bauernhof. Ich war gespannt.

Was dann kam, war dann aber doch enttäuschend. Besonders vor dem Hintergrund des doch recht fürstlichen Preises.

Das Fleisch war mitnichten frisch. Es war unverkennbar aus der Tiefkühlpackung. Die Panade war viel zu gleichmäßig, um nicht industriell gefertigt worden zu sein. Das Fleisch war auch nicht ganz durch gegart.

Die Rahmpilze waren definitiv aus der Tüte. Die Sosse war Standard, Marke Blockhaus Systemgastronomie.

Schade. Hat doch das Ambiente und die Karte eine hohe Erwartungshaltung geweckt. Geschmacklich wars OK. Aber in dem Wissen, überteuerte Tiefkühlkost zu mir zu nehmen, wurde der Genuss doch ordentlich geschmälert.

Wieso sind eigentlich so viele Wirte der Meinung, ihre Gäste unerkannt verarschen zu können. Was soll das?

Sicher, ein Gericht lässt noch keine abschließende Bewertung über die Restaurants zu. Doch wie viel Handwerkskunst kann man erwarten, wenn die populären Gerichte schon nicht „echt“ sind?

Da mich mein Job unvermeidlich wieder in diese Hansestadt führen wird, werde ich dem FRITZ noch eine Chance geben. Auf der Karte war ja noch einiges zu entdecken. Und das sich der Laden einen Innenhof mit dem Hotel Galerie teilt, hält das die Wege auch schön kurz. Denn abseits der Altstadt ist Greifswald eher keine Schönheit.

Deppen in der Bahn

Wollen Sie wirklich, dass ich von Ihrer Blasenentzündung und Ihrem Scheidenpilz weiß? Nein? Warum erzählen Sie es mir dann? Jeden Tag! In der Bahn!

Als Berufspendler bekomme ich viel mit. Mehr, als mir lieb ist. Tag für Tag erzählen mir wildfremde Menschen, was für Zipperlein sie plagen. Oder welchen Deal sie abschließen. Oder wen die Mandy jetzt wieder gefickt hat. Ich will das eigentlich gar nicht wissen. Und ich frage mich: WARUM?

Was ist mit dem persönlichen Schamgefühl passiert? Und ich meine jetzt nicht die Pseudoentblössung im www, sondern ganz handfest, im richtigen Leben. Warum glaubt jemand, der in einer vollbesetzten Bahn lautstark telefoniert, dass ihm keiner zuhört? Und warum ist ihm das nicht peinlich? Ich habe sehr häufig Fremdschämattacken, wenn ich unfreiwilliger Zeuge von Herzileins Verdauungsproblemen werde.

Aber das „Beste“ passierte mir letzte Woche. S-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Zwei offensichtlich fest im Business stehende junge Hipster steigen zu und parlieren über die aktuelle Krankheitshistorie. Er Gerstenkorn, sie Blasenentzündung. Anhand Kleidung und Ausdrucksvermögende schlussfolgerte ich, dass es um Einkommen und Bildung gut bestellt ist. Man könnte eigentlich meinen, dass es sich nicht um den typischen Bahnwaggonalleinunterhalter hielt. Falsch gedacht.

Während also die beiden munter ihre Wehwehchen ausdiskutierten und mein Mageninhalt sich langsam aber sicher nach Norden bewegte, kam ich nicht umhin, zu bemerken, dass diese beiden Vollpfosten auch mit dem unverzichtbaren Accessoire der Pendler ausgestattet waren – dem Kopfhörer. Nun baumelte diese nicht lockerlässig um den Hals, NEIN, die beiden Spastmaten hatten ihre modischen beats-Lauscher (die nebenbei bemerkt einen gewissen Neid bei mir hervorriefen, aber das ist ein anderes Thema) AUF DEN OHREN. Und bei näherer Betrachtung kam da auch noch Musik raus. Mir fiel dazu erst mal nichts ein. Da brüllten die beiden Deppen den Waggon zusammen, weil sie zu (passendes Wort einsetzen) waren, ihre Kopfhörer abzunehmen. Ich hatte das Bedürfnis, meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen. Oder deren, wäre vielleicht sinnhafter.

Aber es geht auch ohne technische Hindernisse. Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen, ein 20-minütige Heimfahrt mit zwei sympathischen jungen Damen zu verbringen. Nenne wir sie Schakeline und Chantalle. Die beiden Zuckermäuse waren so nett, mir einen Schwank aus ihrer – verkorksten – Jugend zu erzählen. Nur leider war ich wohl gar nicht gemeint, denn ich saß ja gute 5 Meter weit weg. Dennoch konnte ich diesem wunderbaren Dialog der beiden lauschen. Wenn es mich bei den Herren schon tierisch nervt, wenn jeder Satz mit Alder, Digga, krassgeil, etc – in natürlich möglichst breiter Aussprache – garniert wird, so ruft die Nutzung von jungen Damen bei mir Schreikrämpfe hervor. Vergleiche hierzu auch Crackhuren.

Nun, die beiden waren offensichtlich zuletzt in einer Einrichtung namens come in gewesen. Im weiteren Verlauf konnte ich den Gebrauch von „ficken“ nicht immer ganz einordnen. Ich glaube verstanden zu haben, dass es etwas anderes ist, wenn sie von den Aufpassern gef…. wurden, als wenn sie von Jerome gef… wurden. Ich bin mir da aber nicht ganz sicher.

Nun, Chantalle ist noch immer entrüstet, dass sie in diesem Laden weder Extensions tragen durfte, noch künstliche Nägel oder zu viel Make up. Wie unmenschlich! Außerdem kanns ja wohl nicht sein, dass man dazu genötigt werden, seine Highheels abzugeben und- gottbewahre – für die Schule lernen mussten sie auch. Chantalle warf auch noch ein, dass ihr Körper früher so krassgeil gewesen sei, ey! DA musste ich mich doch glatt mal umdrehen. Und nun ja, übel aussehen tat die Gute nicht. Als nächstes bemerkte Schakeline, dass Chantalle ja nun wenigstens nicht mehr anschaffen gehen müsste. Da musste ich mich doch schmunzelnd wieder umdrehen. Chantalle ihrerseits merkte jedoch an, dass das eigentlich schon ganz geil gewesen sei. Meine Gesichtszüge entgleisten. Notiz an mich selbst: Auf meine Tochter besser aufpassen.

Hätten die beiden das nicht in einem nachgemachten Migrationshintergrundslang verkündet, wäre das ja noch ganz unterhaltsam gewesen.

Aber lange Rede, kurzer Sinn. Was ist so verdammt schwer daran, seinen Gedankenmüll zumindest lautstärketechnisch ein wenig mehr bei sich zu behalten?

Wetten, dass…?

Wetten, dass…? kann machen was es will. Es scheint Staatsräson zu sein, es zu verreißen. Schade eigentlich. Denn völlig unnötig.

Ich schaue eigentlich schon immer gerne Wetten, dass…? Als Thomas Gottschalk seinen Abschied verkündete, war ich geschockt. Ja, ehrlich. Auch konnte ich nicht verstehen, dass er sagt, nach dem Unfall seines Kandidaten kann es nicht weitergehen. Dennoch machte er noch mehrere Sendungen. Hm? Sag doch einfach, dass Du keinen Bock mehr hast!

Nun also Markus Lanz. Ich war gespannt. Und musste nach nur kurzer Zeit feststellen: Ja, gefällt mir. Im Gegensatz zu den Kritiken fand ich ihn nicht zu angestrengt, sein zurückhaltendes Outfit wohltuend.Die Wetten hätte er besser vorbereiten können, da fehlte Michelle Hunziker schmerzhaft. Beeindruckt hat er mich bei der Zuschauerchallenge. 30 Liegstütz mit Bierkasten ist mal ne Ansage. Besonders, wenn der Gegner im Vergleich aussieht, wie Hulk.

Überflüssig war Cindy. DU. BIST. NICHT. LUSTIG! Geh weg, bitte! nuff said.

Überflüssig war auch Karl Lagerfeld. Wie immer unterhielt er sich lieber off Record mit den echten Stars, hier J.Lo, als dem Sendungsverlauf zu folgen. Seht her, wie wichtig ich bin! Ja, genau.

Die Wetten waren eher wie immer, belanglos, aber unterhaltsam. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich beim Traktor echt gepackt war…bis er nach wenigen Sekunden verloren hatte. Der Wakeboarder hinterm Achter war auch nicht schlecht. Die Hundefell-Trulla war höchst anstregenden. Die Hirnleistung der Kinderwette war beeindruckend. Aber Mama und Papa hätten mit Sohnemann gerne an seiner nur 1x niedlichen Aussprache arbeiten können.

Auch wenn der große Kasper nicht mehr dabei ist, versammel ich mich gerne am Lagerfeuer der TV-Nation. Die Alternativen? Das Supertalent? Eine unerträgliche Nummernrevue Hartz4-beziehender Inselbegabter. Auch wenn die Begabungen einiger leider nur die ist, einen Scheisshaufen zu imitieren.Aber offenbar der Zielgruppe angemessen.

Das Konzept und den Sinn dieser Sendung habe ich nie verstanden. Wird eigentlich die Sendung immer noch aus mehreren Castings zusammen geschnitten. Und wie ist das eigentlich mit den offensichtlich eingekauften Acts? Die kommen irgendwie nie ins Finale, obwohl sie doch viel besser sind. Wie gesagt, die Sendung entzieht sich mir…

Die bessere Unterhaltung ist ganz klar Wetten, dass…? Tut niemandem weh, bietet für fast alle etwas. Und hat dank HD auch das bessere Bild. 🙂

Nur den Blödbommel Cro hätte man sich sparen können…

Der Mittagstisch

Wenn ich essen gehe, erwarte ich in erster Linie eines: zufriedenstellenden Service. Ist doch eigentlich gar nicht so schwer, oder?

Heute Mittag beispielsweise, ich war mit Kollegen in einem Restaurant, der Gerüchteküche, dass sich auf frische Burger als Mittagstisch spezialisiert hat. Das Essen dort ist sehr lecker, die Portionen ausreichend, das Ambiente ansprechend. Rahmendaten stimmen schon mal. Auch durften wir relativ flott bestellen. Aber jetzt geht’s los.

Normalerweise wird als Vorspeise Fladenbrot mit Dip gereicht. Uns nicht. Schade. Aber da will ich mich noch nicht beschweren, geschenkter Gaul und so. ABER: Dass mein Getränk nicht kommt, ärgert mich schon.

Dann kommt auch schon das Essen und ich reklamiere den ausbleibenden Drink. Einzig akzeptable Antwort: „Entschuldigen Sie bitte, ich bringe Ihr Getränk sofort.“ Hätte ich erwartet. Stattdessen hörte ich: „Es ist sehr viel zu tun und ich bin allein.“ Nun, dass es voll ist freut mich, spült es doch Umsatz rein. Dass die Servicekraft allein ist, ist zwar bedauerlich aber mir gleichzeitig vollkommen schnuppe.

Dennoch hätte ich erwartet, dass mein Getränk sofort und ohne Umweg kommt, besonders, da ich mich ja nun beschwert habe.

Tja, falsch gedacht.

Wir waren gerade fertig, DA kam sie dann endlich mit meiner Cola. Lange, nachdem ich den Ausbleib reklamiert hatte. Dass sie nicht weiter überrascht war, dass ich das nicht mehr haben wollte, machte die Sache noch ärgerlicher!

Aber stattdessen, mir das Getränk aufs Haus anzubieten – als kleine Wiedergutmachung – , nahm sie lieber wieder mit, ums wegzuschütten.

Warum hat mir diese arme gebeutelte Servicekraft mir mein Getränk nicht sofort gebracht, nachdem ich den Ausbleib reklamierte? Stattdessen brachte sie lieber dem Nachbartisch das Essen. Da die Gäste dort nach uns gekommen waren, wäre es dich wohl vertretbar gewesen, erst unseren Tisch zu Ende zu bedienen.

Und wieso beschäftigt der Laden eine „Servicekraft“, die weder mehr als zwei Teller gleichzeitig tragen kann, noch in der Lage ist, Prioritäten zu setzen?

Was lernen wir daraus? Wenn mein Kunde sich beschwert, gibt er mir die Chance, einen Mangel zu beseitigen und seine Zufriedenheit wieder herzustellen.

Wenn ich diese Chance ungenutzt lasse, habe ich wahrscheinlich einen Kunden verloren.

Wie dumm, dabei hat er mir doch gesagt, wie ich ihn behalten kann.

Tadaa!

Lange habe ich darüber nachgedacht, jetzt hab ichs wohl getan:  Auch ich gehe unter die blogger. Manchmal reichen 140 zeichen einfach nicht aus.

Mal sehen, wie das hier wird. Freut euch auf Beiträge zu Politik, Gesellschaft, Umweltschutz (insb. der Ozeane), Sport und den täglichen Krampf des ÖPNV. Und auf sonst (fast) alles, was mich beschäftigt.

Jetzt fragt ihr euch zurecht: Hat darauf die Welt gewartet? Noch jemand, der seine Umwelt mit seinen geistigen Ergüssen zwangsbeglücken möchte? Wahrscheinlich nicht! Aber hey, hier wird ja niemand zu nichts gezwungen.
Seid nachsichtig mit meinen ersten Schritten. Stay tuned!