„Warum machst Du eigentlich dieses Instagram?“

Samstag Abend auf einer Party. Sass am Feuerkorb. Unterhielt mich über Deep Learning und Customer Support über Chatbots.

Dabei merkte ich, dass die wenigsten meiner Zuhörer mit dem Thema Chatbots in Messenger Diensten etwas anfangen konnten. „Facebook Messenger? Das letzte Mal habe ich vor 5 Jahren was bei Facebook gepostet…“ So kamen wir auf Social Media. Ich gab die Anekdote zum Besten, dass meine Frau es ungern sähe, wenn ich einen Tindet Account hätte. Da wurde ich gefragt, was denn dieses Instagram solle (als wenn das jetzt der heiße Scheiss wäre)? Um Dinge zu posten habe man doch Facebook. 

Ich setzte zu einer Erklärung an. Aber die wollte man gar nicht mehr hören. Schade eigentlich. Aber dann halt hier. Also Olga (Nicht ihr echter Name. Aber in Bezug auf Ihre slawischen Wangenknochen gewählt), das hier ist nur für Dich.

Warum benutze ich Instagram? Klar, auch über Facebook kann ich doch Bilder sehen. Sicher, nur verstecken diese sich zwischen Katzenvideos, politischen Videos, sinnfreien Sinnsprüchen, Einhörnern und Tonnen an Werbung. Kurz, ich kann dort nicht gezielt nach den Inhalten schauen, die ich sehen will.

Daher eine Plattform, die sich nur mit dem Thema Bildern beschafft. Mit einem sorgsam kuratierten Stream, sodass ich von Duckfaceselfies (bitte geht zu Snapchat) möglichst verschont bleibe. Ich habe mir eine schöne Auswahl an Deko, Lifestyle, Meer, Natur zusammengestellt. Dazwischen handverlesen einige Leute denen ich aus persönlichen Gründen folge.

Den meisten Bildern auf Instagram sieht man an, dass der Fotograf sich ein wenig Mühe bei der Präsentation gegeben hat. Das sehe ich mir gerne an. Hole mir Anregungen für zuhause. Schwelge in Reisfantasien.

Wenn ich Bilder veröffentliche, dann gebe ich mir ebenfalls Mühe. Ich möchte ein schönes Bild teilen, dass man sich gerne ansieht. Ich lade meine Follower ein, Einblick in mein Leben zu nehmen. Dinge ich ich schön finde anzusehen. Mich kennenzulernen.

Und was sollen diese Hashtags?

Das ist ja nun simpel. Das sind einfach die Schlagworte, mit denen man meine Bilder finden kann.

Manchmal möchte man sich einfach nur Bilder von Sonnenuntergängen ansehen. Also gibt man diesen Hashtag ein und zack, Sonnenuntergänge galore.

Und warum nicht auf Facebook?

Weils da einfach untergeht in der Masse. Weil mein Bild dann vielleicht zwischen unzusammenhängenden Posts hängt und einfach wegkonsumiert wird. Aber ich möchte schon, dass man sich mit meinem Bild ein wenig beschäftigt. Daher eben eine Plattform nur für Bilder.

Das Artikelbild hat übrigens nicht wirklich was mit dem Artikel zu tun. Fands nur schön und ich habe es heute auf Instagram veröffentlicht.