Hey, lang nicht mehr gesehen. Was machst Du denn jetzt so?

Ja, das ist eine gute Frage. Hier war echt lang Funkstille. Aber da ich durch eine ernsthafte Männergrippe zum Nichtstun verdammt bin, kann ich da mal ja ein wenig aufholen.

Zunächst jedoch der obligatorische Blick aufs Weltgeschen. Leider gibt es da nichts tolles. Erdogan. Will die Demokratie abschaffen und wirft Deutschland vor, nicht demokratisch zu sein, weil er hier keine Werbung für seine Autokratie machen darf. Eigentlich total lustig. Nicht so lustig ist, dass dem Typen nicht mal ganz transparent die Meinung von Angie gegeigt wird. Seine Minister führen sich auf, wie Vollpfosten auf Speed und niemand gibt Contra. finde ich jetzt eher nicht so gut.

Das gleiche auf der anderen Seite der Welt. Der Trump-Typ macht erst mal eine ernsthafte, mal wieder unbelegte, Anschuldigung. (Für die allein ein Impeachement angemessen wäre). Wenn das nicht schlimm genug wäre, kümmert er sich als nächstes um die Quoten einen TV-Sendung. Und niemand klopft dem mal auf die Finger. Niemand war jemals ungeeigneter, ein solches Amt auszuüben, als dieser Idiot (damit komme ich dann wohl auf die No-Flight-List). Brüstet sich damit, dass die Ausgaben im ersten Monat runter gegangen sind. Checkt dabei aber nicht, dass noch das letzte Fiskal-Jahr läuft (bis Oktober), somit die jetztigen Ergebnisse der Obama-Administration anzurechnen sind. Er ist ein unglaublich ungebildeter, ja gerade zu dummer Mensch. Sein Lager versteht nicht, dass es Widerstand gegen seine höheren Ausgaben fürs Militär gibt, aber niemand etwas gegen die Ausgaben-Pläne von Bernie Sanders für die Bildung gehabt hätte. Leider haben die wenigsten Staatenlenker verstanden, dass für Bildung am meisten Geld ausgegeben werden sollte. Aber Trump schießt da den Vogel ab.

Erdogan und Trump sind die besten Beispiele, dass eine präsidiale Demokratie einfach nicht das beste System ist. Und niemand spricht mehr von Putin.

Aber genug von diesem depressiven Scheiss.

Bei mir persönlich lief es eigentlich ganz gut. Hektisch, aber gut. Wir sind nun endlich umgezogen. Obwohl endlich hier das falsche Wort ist. Vom Finden des Hauses im Internet bis einziehen hat es gerade mal etwas über 4 Monate gedauert. Krass, eigentlich.

Dennoch wären die letzten Wochen extrem anstrengend.

Ein Haus ausräumen, in dem man 8 Jahre gelebt hat. Mit zu wenig Platz, sodass alles irgendwie zugestellt ist. Mit einem Keller, der seit Jahren nicht wirklich aufgeräumt wurde. Zwei Wochen hatten wir uns dafür vorgenommen. Die sollten nicht reichen…

Die Renovierung des neuen Hauses ging eigentlich ganz gut voran. Schwiegervater hat ordentlich reingehauen und die Wände waren schnell geweißelt. Next Step, Küche aus dem alten Haus raus und rein ins neue. Inklusive neue Teile kaufen und alles passend machen. Während des laufenden Betriebes. Dafür hatten wir zum Glück den Uwe. Und Uwe wollte dafür nur einen Kinobesuch haben. Obwohl er hier mehrere Tage echt geschuftet hat. Schon geil, solche Freunde zu haben.

Während dessen kümmerten sich die anderen darum, Kartons und Möbel über die Straße zu tragen. Und tatsächlich waren wir mit dem, wie wir da noch dachten, größten Aufwand durch. Little did we know…

Und so saßen wir am ersten Abend mit der noch nicht fertig gebauten Küche und einem holprigen TV-Empfnag und OHNE Internet in unserem neuen Heim. Und machten uns keinen Kopf, wir hatten ja noch eine Woche…

Am nächsten Morgen kam erst mal Buddy und brachte des Fernsehen an den Start. Wichtiger schritt, um sich heimisch zu fühlen. Bei. Blick in den alten Keller allerdings bekam ich ein wenig Panik. Wie sollte ich das alles alleine rüber bekommen? Wo sollte ich mit dem ganzen Müll und Schrott hin? Und das alles in wenigen Tagen. Ich fühlte mich da doch ziemlich mutlos.

Glücklicherweise musste ich dann doch nicht ganz alleine ran. Buddy, Jörg und Nils haben tatkräftig unterstützt. Mit dem Müll haben wir uns dann doch zu einem Container durchgerungen. Leider viel zu spät, so dass alles wieder hektisch wurde. Und dann standen wir da zwei Tage vor Übergabe und irgendwie war der ganze Vorgarten immer noch voller Sperrmüll. Zwei anstrengende Nachtschichten später und einen zweiten Container später konnten wir dann die alte Hütte leer übergeben. Ich will nie wieder umziehen.

Zu dem ganzen Müllstress kam noch hinzu, dass O2 und die Telekom unseren Anschluss nicht auf die Reihe bekamen. Damals beim Bau des Hauses wurde eine falsche Hausnummer in die Datenbank der Telekom gespielt. Und nun fand man unsere Leitung nicht. Termine wurden zugesagt und kommentarlos nicht eingehalten. Auch als endlich mal ein Techniker raus kam, sollte es noch über einen Tag dauern, bis endlich die richtigen Lampen am Router leuchteten und wir nach gefühlten Ewigkeiten wieder Internet hat. Nun waren wir endlich zu Hause.

Hier ist zwar noch eine Menge zu tun. Im Keller und im Arbeitszimmer stapeln sich die Kartons. Die Kinderzimmer sind noch nicht eingerichtet. Die Katzen sind noch im Stressmodus und kacken gerne mal in die Wanne, den Wintergarten, die Küche. Aber wir sind endlich in den eigenen vier Wänden. Nach Jahren des Träumens sind wir endlich da.

Jetzt kann ich mich dann auch endlich mal um die geplante Gewichtsabnahme kümmern. Denn auf der Baustelle ruhte einfach mal alles. Kein Kilometer gelaufen, nicht eine Runde auf dem Bike gesessen, nicht ein einziges Mal in der Muckibude gewesen. Ansicht mal morgens freeletics. Nur Arbeit, Umzug, Stress.

Doch sobald der Schnupfen weg ist, gehts los. Zum Glück spielt ja auch das Wetter so langsam mit. Statt 11 Monate habe ich jetzt nur noch knappe zehn für meine Ziele. Heißt aber nur, dass ich härter arbeiten muss. Aber die Ziele sind immer noch erreichbar.

  • 500 KM Bike
  • 100 KM Laufen
  • 10 KG Gewicht runter

Klingt für einige Sportskanonen lächerlich. Für mich ist das aber riesig. Und wenn ich das erreiche, wirds noch riesiger. Also. Lets go!

Und wenn die Routinen erst mal greifen, kann ich auch endlich mehr schreiben. Das fehlt mir auch.

Letzte Woche war zum Beispiel die Social Media Week, zwei Tage hab ich da mitgearbeitet. Neben interessanten Leuten habe ich spannende Vorträge gehört. Und was Daniel Rehn vorgestellt hat, was alles an Kundenservice über Messenger möglich wäre, da sind so viele Möglichkeiten. Über die ich gerne schreiben würde. Und bald auch werde. Stay tunend.

Ach, und schaut doch mal bei Prototyp Alina vorbei. Ein echt toughes Mädel, die konsequent ihr Ding durchzieht.