Wenn einer eine Reise tut – Fehmarn für einen Tag mit Bike und Bahn

Eines meiner Ziele für 2016 war ja, mehr zu reisen. Nun, ein Ausflug nach Fehmarn ist vielleicht keine große Reise. Aber per Bike und Bahn fühlt es sich doch so an. 

Mindestens einmal Fehmarn im Jahr gehört für mich einfach dazu. Aber bislang wollte das dieses Jahr nicht klappen.

Nun ist mein vierwöchiger Urlaub morgen zu Ende. Da war das heute die letzte Gelgenheit für ein kleines Abenteuer. Außerdem ist derzeit Kitesurf Worldcup. Den wollte ich mir auch gerne anschauen.


Los ging es morgens zeitig mit der Regionalbahn. Mitten im Berufsverkehr. Aber ich hatte Glück. Das Bike hatte genug Platz.


Beim zweiten Umsteigen in Lübeck wird die Bahn aber schlagartig kleiner. Aber auch leerer. Weiterhin musste ich mir um einen Parkplatz keine Sorgen machen.


Die letzte Strecke zog sich dann aber endlos hin. Vorbei am Hansa Park würde wirklich jede Milchkanne mitgenommen.


Nach insgesamt zweieinhalb Stunden ging es dann aber endlich über die Fehmarnsundbrücke.


Kurze Orientierung am Bahnhof und ab in die Stadt, erstmal Kaffee.

Nachdem ich ja kürzlich in Blåvand gewesen bin, wo es eher beschaulich zugeht, war hier das totale Gewusel. Schrecklich. Dennoch ein kurzer Abstecher in die Surfshops und dann ab an den Südstrand, zum Kitesurf Worldcup. Ich freute mich, ein wenig Freestyle Action oder Races zu sehen.

Dort angekommen, große Ernüchterung. Auf dem Wasser war nix los. Zu wenig Wind? Ein Foil Kiter war draußen (der neue Hype), ansonsten nichts. Hmpf.

Nach kurzem Schwenk über die Kommerzmeile ließ ich mich am Strand zwischen den Ausstellern nieder. Und langweilte mich.

Vor ein paar Jahren (und in St. Peter Ording) fand ich die Buden drumherum noch ganz cool. Mittlerweile steh ich da glücklicherweise darüber.

Einzig der Stand von Mercedes zog mich an. Der Marco Polo schickt sich immer mehr an, den VW California als DAS Surfmobil abzulösen. Der günstigere Einstiegspreis ist auf jeden Fall ansprechend. Und da VW seit der Ablösung durch Pringles als Hauptsponsor nicht mehr dabei ist, können sie sich hier auch nicht wehren.

Nun lag ich hier aber angeödet. Naja, es war Lunchtime. Also erstmal n recht guten Burger und ein eiskaltes Brausebier verhaftet und einen neuen Plan gemacht.

Da ich ja eh auch zum Radeln hergekommen war, tauschte ich Flipflops wieder gegen Bikesneakers und ab dafür Richtung Wulfen am Burger Binnensee entlang.

Am Campingplatz angekommen, hatte ich meinen Plan. Raus aus den Bikeshorts, rein in Neo und Bordshorts und ab aufs Wasser. Der Wind war angenehm gleichmäßig wenn auch ein wenig schwach. Egal, ich zog meine Bahnen mit dem Surfboard und übte weiter an Wende und Halse. Ein weitläufiges Stehrevier ist bei Abgängen doch sehr hilfreich.


Nach einer knappen Stunde musste ich aber wieder an Land, damit ich meine Bahn nicht verpasse. Schade. Ich hatte mal heute Morgen direkt hierher fahren sollen. Wenn ich gewusst hätte, dass der Kitesurf Worldcup endgültig zur reinen Touriverandtaltung verkommen ist… Hinterher ist man immer schlauer.

Raus aus dem Neo, rauf aufs Rad und stramm nach Burg zurück geradelt. Und ehe ich mich versah, sitze ich schon wieder in der Bahn. Unter mir der Fehmarnsund.


Schön war’s. Und vielleicht bin ich auch bald wieder hier. Die Jungs von Windsurfing Wulfen haben mich auf ein Camp im Oktober aufmerksam gemacht. Warum nicht den Sommer einfach noch ein weiter stretchen?

Aber erstmal geht morgen der neue Job. So ein bisschen hab ich mich ja an tägliche Freizeit gewöhnt….😜