CrossFit – Es hat begonnen 

Ich habe Schmerzen. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. Ich hätte beinahe wildfremden Menschen vor die Füße gereihert. Und es fühlt sich toll an!

Einer meiner Vorsätze für 2016, wenn man so will, war es, mit CrossFit anzufangen. Siehe HIER

Und heute Abend war es so weit. Ich begab mich zu CrossFit HH. Coach Princess erwartet mich zu einem Probetraining.

The Lion’s Den befindet sich in einem alten Industriehinterhof in vier Hallen. Durch das Tor und man ist sofort mittendrin. Was mir zuerst auffiel: alle sind auffallend freundlich. Wildfremde Menschen begrüßten mich, als wenn ich schon lange Teil des Teams sei. Das ließ einen Teil des Lampenfiebers sofort verschwinden.

Und ja, hier sind auch alle auffallend durchtrainiert. Hier wird hart gearbeitet, nicht hart geposed.

Die Umkleiden sind jetzt nicht besonders fancy, da ist man aus der örtlichen Muckibude anderes gewohnt. Aber ich bin ja auch nicht hier, um Schöner Wohnen in der Garderobe zu praktizieren.

Alsdann nahm uns Maike in Empfang. Unsere Anfängertruppe war überschaubar. 6 Damen und Herren. Nicht wenige von uns mit einschlägiger sportlicher Vorbildung. Mit kaputtem Rücken, Schulter und Knie war ich eher der Invalide der Truppe.

Maike gab uns erst mal eine theoretische Einführung. Was ist eigentlich CrossFit und was erwartet uns heute? Kurz darauf ging es dann auch schon los.

Zunächst lockeres Warmup. 100 Jumping Jacks. Dann Ausfallschritte. So weit so gut. Aber jetzt wurde haarig. Der Regenwurm. Man berühre mit durchgestreckten Beinen den Boden, wandere mit den Händen nach vorn, bis man in der waagerechten ist und ziehe dann die Beine nach. So langsam wurde anstrengend. Zu guter letzt Regenwurm wie oben, nur statt der Waagerechten einen Liegestütz.

Danach war ich eigentlich gut durch. Aber das WOD (Workout des Tages) stand uns ja erst noch bevor. Und das hier sollte es sein:

  • 60 Sekunden Overhead Lunges
  • 60 Sekunden Burpees
  • 60 Sekunden Kettlebell Swings
  • 60 Sekunden Sit ups
  • 60 Sekunden Pause und von vorn

Overhead Lunges: Ausfallschritte mit einer Hantelscheibe über dem Kopf, arme durchgestreckt. 

Burpees: aus der Bauchlage auf die Füße, Strecksprung, wieder in die Bauchlage. 

Kettlebell: eine Eisenkugel mit Handgriff. Bei diesem Swing wurde das Gewicht durch Hüftbewegungen auf Augenhöhe und zurück zwischen den Beinen durch geschwungen.

Zwei Durchgänge waren zu absolvieren. 8 Minuten. Klingt gar nicht so übel. Es waren die wohl längsten Minuten meines Lebens. Ich wollte nicht mehr, ich wollte aufgeben. Und hier zeigte sich, wodurch sich CrossFit auszeichnet. Dadurch, dass man im Team trainiert, wollte ich durchziehen. Und das Coach Prinzess mich anfeuerte, durchzuziehen, hat auch geholfen.

Am Ende musste ich zwar kämpfen, meinen Mageninhalt bei mir zu behalten. Die Burpees sahen nicht mehr besonders dynamisch aus. Aber ich habe es geschafft. Und das fühlte sich gut an.

Ach ja, zählen mussten wir das auch noch. Im ersten Durchgang habe ich noch 70 geschafft. In Durchgang zwei dagegen nur noch 45. Da ist noch Luft nach oben.

Anschliessend schleppte ich mich zur Bahn. Wenn die Beine jetzt schon so schmerzen, wie soll das erst morgen werden? Aber geil wars. Ich will da wieder hin! Es gibt leider nur einen Haken an der Sache: der Monatsbeitrag ist sehr hoch. Da muss ich noch mal in mich gehen. Vorher ist eh noch ein Einführungskurs. Danach sehe ich weiter.

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