2016 – Ab geht die wilde Fahrt

Das neue Jahr ist eine Woche alt. Zu früh für einen Rückblick. Aber durchaus richtig, für einen Ausblick.

Den Prognose fürs Weltgeschehen erspare ich mir an dieser Stelle. Ich habe gerade zu gute Laune.

Also, was ist bei mir neu für 2016?

Stand heute wird Baseball wohl kaum eine Rolle spielen. Wie bereits beschrieben, ist meine aktive Laufbahn vorbei. Im besten Falle gönne ich mir eine Auszeit. Will ich das? Nein, eigentlich nicht. Ich würde gerne weiter spielen. Ich liebe es, auf dem Spielfeld zu sein. Die Sonne scheint, es ist warm aber nicht heiss, die Uniform sitzt, die Oakley sowieso. Der Ball geht gut aus der Hand, ich treffe die Spots…Herrlich. Nur passt es im Moment einfach nicht.

Ich bin einerseits einfach nicht fit. Die Uniform sitzt schon lange nicht mehr. Und pitchen tut weh. So bringt das keinen Spass. Ausserdem schaffe ich es einfach nicht regelmäßig zum Training. So bringt das noch mal keinen Spass. Und immer, wenn ich beim Baseball bin, nagt im Hinterkopf, dass ich gerne auch woanders wäre. Bei der Familie, auf dem Wasser…soviel vor und so wenig Zeit. So bringt es erst recht keinen Spass.

Auch administrativ kehre ich Baseball den Rücken. Seit Jahresende 2015 bin ich nicht mehr Mitglied der Großhansdorf Skunks, deren Kassenwart ich auch war. Dieser Abschied fiel mir ehrlich gesagt nicht ganz so schwer.

ABER ein Comeback ist nicht ausgeschlossen. Die Skunks würden sich freuen, wenn ich deren Freizeitteam unterstützen würde. Und ich glaube, auch in der 2. Bundesliga bei den Stealers würde sich 2017 vielleicht ein Spot für mich finden.

Lassen wir uns überraschen. In der Zwischenzeit habe ich recht konkrete Ideen, einen battingcage in meinem Garten aufzustellen, damit man nicht völlig raus kommt.

An der Fitness soll es nicht scheitern. Ich habe ernsthaft vor, mit CrossFit anzufangen. Zwar habe ich schon ein wenig Angst vor diesem Training. Dennoch habe ich mich todesmutig für ein Probetraining bei CrossFit HH angemeldet. Ich habe das Gefühl, dass dieses Workout am ehesten vermag, mich wieder in einen Athleten zu verwandeln. Allein in der Muckibude vor mich hin zu stemmen, war nicht die Lösung. In ein paar Tagen kann ich berichten, wie es mit dieser Geschichte weitergeht.

 

Überhaupt soll es 2016 sportlicher werden.

Auch wenn ich mein SUP Board verkauft habe, will ich öfter auf dem Wasser sein. Nicht mehr einen Tag am Wochenende auf dem Baseballfeld zu stehen, wird da helfen. Theoretisch sind die Wochenenden frei für Beach-Events in Pelzerhaken, auf Fehmarn oder den spontanen Trip über die Alster.

Und da ich mein Board gegen ein Bike eingetauscht habe, muss auch da mehr passieren. Zwar habe ich letztes Jahr einige Touren gemacht. Aber eine Regelmäßigkeit war nach Mai nicht zu erkennen. Als vorsichtiges Ziel gebe ich mir mal 1000 KM getrackte Touren vor.

Bei beiden Aktivitäten, Bike und Board, hoffe ich auf Gesellschaft. Und da kommt mir ganz gelegen, dass mein Partner in Crime für diese Angelegenheiten auf Grund Beendigung seiner Fernbeziehung (und Beginn einer WG mit eben jener Fernbeziehung) ein wenig mehr Zeit für gemeinsamen Sport erübrigen kann.

Ferner würde ich gerne in einem Kurs erlernen, wie man selbst Schaltungen und Bremsen optimal einstellt.

Aber damit nicht genug Sport. Seit Jahren spiele ich mit dem Gedanken, das Kitesurfen zu erlernen. Bisherige Anläufe wurden jedoch im Keim erstickt (keine Zeit, kein Geld, keine Begleitung, kein Wind). Dennoch, ich möchte mich auf dem Wasser auf einem Surfbrett windangetrieben fortbewegen. Und nachdem ich eine kleine Kosten-/Nutzen-Rechnung aufstellte, gepaart mit einer Machbarkeitsanalyse, war das Ergebnis für mich, erst mal beim Windsurfen reinzuschnuppern. Erste Versuche gelingen schon bei deutlich geringerer Windausbeute. Und ich habe mir sagen lassen, dass die Lernkurve steiler ist.

Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass sich der Jahrestag meiner Geburt nähert, habe ich diesen Wunsch (und eine Preisliste) mal der Frau vorgestellt. Oder anders ausgedrückt, ich habe dezent mit dem Lattenzaun gewedelt.

Im Zielbild bin ich also durchtrainiert und fahre mit dem MTB zum Surfen auf Fehmarn. 🙂

Und auch andere machen Sport.

Sohnemann hat 2015 ernsthaft mit Fussball begonnen. Und da will ich ihn begleiten. Frühmorgens am Wochenende auf dem Fussballplatz ist daher gesetzt.

Das Jahr ist also schon gut gefüllt, dürfte man meinen. Aber da ist ja noch mehr.

Die Frau war der Ansicht, dass wir zuviel Platz im Haus haben. Ich hatte vorgeschlagen, diesen Platz durch einen größeren Fernseher zu belegen oder gleich eine ganze Mancave. Ihre Planungen gingen eher in die Richtung, eine höhere Anzahl von Menschen auf gleichem Raum unterzubringen. In diesem Fall setzte sie sich durch und wir werden in absehbarer Zeit das Resultat aus Projekt Nesthaken bei uns begrüßen. Der Plan ist, dass dieser kleine Schreihals süsse Fratz sich nicht negativ auf mein Kontingent an Freizeit auswirken wird. Zumindest wurde ich mit einem solchen Versprechen geködert. Ich befürchte aber, dass Abstriche von Nöten sind.

Und damit nicht genug, im Juni jubilieren wir gleich noch mal. Die Vermählung jährt sich zum zehnten Male. Das wollen wir groß feiern. Ist ja nun wirklich keine Selbstverständlichkeit. Und ich denke, jedem ist klar, wer den größten Anteil an dieser Leistung trägt. Natürlich i… Oh, die Frau guckt sparsam. Lasst mich diesen Gedanken ein anderes Mal weiterverfolgen.

So, groß feiern. Wie und wo, ist noch ungeplant. Da der Juni sich für Hochzeit (Regen), Taufe 1 (Regen) und Taufe 2 (Regen, saukalt) als eher ungeeignet für Gartenpartys herausgestellt hat, mir eine Location mit Fullservice aber dann doch zu teuer erscheint, wird hier noch viel gebrainstormed werden müssen.

Bereits jetzt freuen wir uns auf unseren Urlaub mit Haus direkt am Strand. Das wird super. Da wir den besonderen Thrill lieben, fahren wir mit allen Schwiegereltern. Also die Frau mit ihren, ich mit meinen.

Apropos fahren. Da das Ergebnis aus Projekt Nesthaken auch Platz im Automobil nebst – gemessen an der eigenen Größe – überproportional viel Gepäck  beanspruchen wird, ist eine Neuanschaffung im Sektor Mobilität nicht ausgeschlossen. Ich will jetzt gar nicht davon anfangen, dass 3 Schlafzimmer für 5 Leute eins zu wenig sind…

Daraus folgt, dass ich auch dem Job Aufmerksamkeit widmen muss. Das ganze Geld will erstmal verdient sein.

Ganz wichtig, auch wenn es ganz unten steht: Ich will mehr Zeit meinen Freunden widmen. Mir schwebt da ein regelmäßiger Kochabend vor. Mehr Gartenpartys. Mehr Herrenabende. Mehr Jungstrips am Wochenende. Mehr Zeit miteinander verbringen. Das kam für mich in 2015 einfach zu kurz.

Und zu guter Letzt: Ich will mehr reisen. Das ist zwar eher ein mittelfristiges Ziel. Aber irgendwann muss ich anfangen. Und damit meine ich nicht nur die große weite Welt. Klar, ich möchte unbedingt mal wieder an den Weissensee in Kärnten. Ich bin noch nie an einem echt exotischen Ziel gewesen. Australien würde ich gerne mal sehen. Oder Hawaii. Löwen in Freier Wildbahn. Ich wollte eigentlich unbedingt einen Kitekurs auf Fuerte machen.

Nein, ich meine auch die kleine Welt. Wochenendtrips mit Familie oder ein paar Jungs. Zum Beispiel in einen Bikepark. Öfter mal nach Fehrmarn. Oder ganz banal, Tagesausflüge an Orte, die ich noch nicht kenne.

2016 wird also für mich nicht langweilig werden. Und da ich Listen mag, hier die Zusammenfassung:

  • Fit werden! CrossFit beginnen und durchziehen
  • Mehr SUP
  • Mehr Bike
  • Mehr gute Zeit mit den Kindern verbringen
  • Noch mehr Kinder integrieren
  • Ein Ring, sie alle zu knechten… 10 Jahre Ehe gebührend zelebrieren
  • Automobile Anschaffung prüfen
  • Immobile Anschaffung prüfen
  • Karriere vorantreiben
  • Mehr sehen von der Welt.
  • Mehr Zeit mit Freunden verbringen

Regelmäßige Updates folgen. 🙂

 

 

3 Gedanken zu “2016 – Ab geht die wilde Fahrt

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