Ein vollendetes Werk

Ich war heute in der Kirche. Freundinnen von uns sangen in einem Gottesdienst mit, dass wollten wir uns gerne anhören. Ansonsten habe ich es eher nicht mehr so in der Kirche. Auch wenn das schonmal anders gewesen ist. 

Früher war ich aktiv in der Gemeinde. Ich sang im Kirchenchor, war in einer Jugendgruppe organisiert, half bei Festen und Konzerten. Aber irgendwie ging das vorbei. Und darum geht’s heute auch gar nicht. Wie ich so in der Kirche saß, ging mein Blick nach oben, zur neuen Orgel. Und da musste ich zwangsläufig an meinen Opi denken. (Wer mehr über seine letzten Wochen erfahren möchte, schaut mal HIER)

Auch mein Großvater war aktives Mitglied der Kirchengemeinde. Und immer, wenn es aus Spendensammeln ging, war er vorne mit dabei. Ganz besonders hatte es ihm die Kirchenmusik angetan. Zur Förderung dieser hatte er sogar einen eigenen Verein gegründet. Den Verein der Freunde der Kirchenmusik.

Nun, ich schaute also auf diese Orgel und dachte an ihn. Denn dass war eins der letzten Dinge, für die er sich eingesetzt hatte. Die neue Orgel für die Kirche. Schön ist sie geworden. Und schöne Musik kann man ihr entlocken. Nur schade, dass Opi diese Orgel nicht mehr erleben durfte. Es hätte ihm gefallen. Und so freute ich mich stellvertretend für ihn. Freute mich an diesem vollendeten Werk.


Übrigens, die Orgel ist nicht vollständig bezahlt. Spenden sind willkommen. Eine Orgel für Großhansdorf