Die erste Tour mit dem Monster

Wie schon geschrieben, habe ich mein SUP Board gegen ein MTB getauscht. Und heute  stand die erste richtige Tour an. 

Eigentlich wollte ich ja nur die serienmäßigen Griffe gegen neue Ergon GS1 tauschen. Aber dann stand ich so draußen in der Sonne. Was wäre das für eine Verschwendung gewesen, das Monster wieder in den Schuppen einzuschließen. Also, Bike Klamotten an und rauf auf den Hobel.

Da ist das gute Stück. Ein Radon ZR Team 29er Hardtail

Von meiner Haustür zum nächsten unbefestigten weg sinds nur ein paar Meter. Und auf dem Weg dahin dürfte ich feststellen, dass das Bike auch auf Asphalt eine gute Figur macht. Die Federgabel mit Lockout ist da eine große Hilfe.

Aber dann, Asphalt wich Schotter und Matsch. Die Gabel per Knopfdruck aufgemacht und los gings.

Da es die letzten Tage ständig geregnet hatte, war ich sofort gesprenkelt. Aber die Reifen gruben sich tapfer durch den Dreck und ich hatte jederzeit Traktion. Im Wald wurd das schon anders.

Ob sich unter den Blättern fester Weg oder eine tiefe Pfütze verbarg, wusste ich erst, wenn es zu spät für Ausweichmanöver war. Besonders in schnellen Kurven ging das Adrenalin hoch.


Bis hierhin war die Testfahrt zufriedenstellend. Das Bike lief gut, die Bremsen waren bissig, wenn auch mit mir hier und da überfordert. Jetzt kam die wahre Prüfung. Ein paar Jungs haben bei uns im Wald einige Minitrails in einen Abhang gegraben. Komplett mit Jumps und Steilkurven. Leider haben sie sich seit Wochen nicht mehr darum gekümmert, so dass der Zustand recht erbärmlich ist. Dennoch wollte ich da runter. Mehrere Lektionen habe ich dabei gelernt.

A) erst den Trail sichten, dann abfahren

B) Sattel ganz runter. Sonst werden Sprünge schmerzhaft.

C) Bereitschaft zum Ersatzteilkauf haben. Laufräder, etc.

D) vielleicht wäre ein Fully für den Wald doch die bessere Wahl gewesen.

Ich melde mich morgen noch nicht bei den X-Games an. Aber das nächste mal bringe ich Werkzeug mit, richte die Trails und trainiere. Da freue ich nicht jetzt schon drauf.


Nicht so sehr freute ich mich dann auf das putzen. Aber wenn ich länger was vom Monster haben will, darf das nicht warten. Und auch ein Reiter kümmert sich erst ums Pferd, dann um sich selbst. Und so gehört es einfach dazu, noch vor dem Belohnungsbierchen, erst mal den Hobel zu wienern.

Ich kanns jetzt schon kaum erwarten, dass es endlich Frühling wird und die Waldwege wieder fester.