Die Freuden des ÖPNV

Achtung, jetzt wird es total belanglos. 🙂

So, wir erinnern uns: Ich habe es völlig derrangiert noch rechtzeitig in die U-Bahn geschafft, die jedoch verspätet los fährt.

Ungefähr zwei Stationen später ist erst mal wieder Pause. Da die Strecke nämlich eingleisig ist, müssen wir im Bahnhof erstmal den entgegenkommenden Zug abwarten. Wenn das jeden Tag vorkommt, könnte man ja mal eine Qualitätsschleife darüber drehen. Aber offenbar ist dieses Problem zu subjektiv und so machen wir halt Pause.

Spätestens vier Stationen später kommt dann der Kuschler. Es ist nicht immer derselbe. Aber mit schöner Regelmäßigkeiten setzen sich voluminöse Personen beider Geschlechter direkt neben mich. Da ich auch schon mehr als 1,0 Sitzplätze Ausbreitung benötige, wird nun also intensiv gekuschelt. Warum sich auch in eine freie Bank setzen?

Kurz darauf steigt meine Lieblingsmitfahrerin ein. Wobei sich die Vorlieben darauf beschränken, dass wir wohl gerne im gleichen Waggon in der gleichen Ecke sitzen. Als erste Amtshandlung zieht diese kräftig geratene Dame erstmal ihre Jacke aus. Und ja, das geht nur, wenn man sich bereits in die Sitzreihe gequetscht hat. Bei diesem Vorgang wird die Jacke den Mitreisenden hemmungslos ins Gesicht geklatscht. Entschuldigung Fehlanzeige. Diese Jacke wird nun neben ihr auf der Bank drappiert worauf´hin 75% dieser Bank offenbar nun ihr gehören. Völlig egal, ob auf 50% davon bereits jemand sass.

Sogleich räumt Little Miss Sunshine – sie trägt immer ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter – ihr Strickzeug raus und beginnt, unter intensivem Einsatz der ellenbogen zu stricken. Nun benötigt sie bereit gute 80% der Bank. Ständig stösst sie die Mitreisenden an. Offenbar nimmt sie das jedoch nicht war. Boah, die geht mir so auf die Nerven. Aber will ich deshalb einen Streit in einem vollbesetzten Zug vom Zaun brechen? Nö, ich steige dann lieber aus und wechsele die Linie. Übrigens ganz unabhängig von der Trulla.

Auf dem Weg nach Barmbek vergesse ..

Lieber Leser, herzlichen Glückwunsch, dass Du bis hierhin durchgehalten hast. Aber mal ernsthaft, bist Du nicht auch total gelangweilt hiervon? Recht hast Du. Daher breche ich das hier ab. Es gibt wohl kaum etwas sinnbefreiteres, als meinen täglichen Arbeitsweg zu schildern. Sorry. Beim nächsten mal gibt es etwas tolleres…