Unterwegs auf Hamburgs Kanälen

Endlich war es soweit. Nach 10 Monaten stand ich endlich wieder auf meinem wunderschönen Race SUP von f.one. Über den Winter hatten sich unschöne Osmose Pickel im Lack eingenistet. Und meine Versuche, den Lack zu erneuern, haben alles nur schlimmer gemacht. 

Also brachte ich das Board vor sechs Wochen zum Bootsbauer und Lackierer. Und die Jungs haben einen tollen Job gemacht. Zwar waren die Zeichnungen auf dem Unterwasserschiff nicht zu retten. Aber die Unterseite und die Rails erstrahlen nun im neuen Glanz. 

Und heute konnte ich endlich wieder das Board aufs Dach packen und fuhr ab zum Stadtparksee. 

Ich konnte einen perfekten Parkplatz direkt am Einstieg ergattern und ab gings aufs Wasser.

  
Auf dem Wasser war ein unglaubliches Getümmel. Halb Hamburg nutzte die Rückkehr des Sommers und fuhr Kanu, Tretboot und SUP. Vor zwei Jahren war ich auf den Kanälen noch ein Exot. Jetzt gehören SUP Paddler zum normalen Bild. Gut so. 

Weniger gut: die meisten Freizeitkapitäne haben leider keine Ahnung von Vorfahrtsregeln. Und wenn dann noch ein Bier zu viel dazu kommt, wirds schnell spannend auf dem Wasser. Denn dann und wann will auch noch ein Alsterdampfer durchs Gewusel. Warum gibt es von den Verleihern eigentlich keine Einweisung, wer ausweichen muss, auf welcher seien man fährt, etc. das würde vieles einfacher machen. Nun gut, ich weiß was ich tue und muss dann halt auch für die anderen mitdenken. 

Von Stadtparksee bog ich rechts ab in den Goldbekkanal und folgte den Maßen. Beim Chapeau bog ich links ab in den Muhlenkampkanal. Hier was noch mal richtig voll. Ein zwei fast Havarien später erreichte ich den Langen Zug. Zwei Dampfer wetterte ich am Rand ab und schaute kurz bei der Außenalster vorbei. 

  
    
 
Zurück gings über den langen Zug in den Osterbekkanal. Schön ist das nicht. Aber breit. So war genug Platz für alle. 

Auf der Höhe von Bootsberleih Zur Gondel war unglaublich viel los. Schnell weiter und links ab in den Barmbeker Stichkanal und weiter zurück in den Goldbekkanal. 

Vor dem Café Sommer Terrassen bin ich dann beinahe baden gegangen. Es war so unglaublich viel Müll im Wasser, dass die Finne hängen blieb. Leute, schmeißt euren Müll nicht ins Wasser!!!

Kurz vor der Einfahrt in den Stadtparksee wurds noch mal haarig. Irgendsoeine Dummsupp war völlig überfordert mit ihrem Bord. Sie war gekentert und das Bord trieb nun Finne nach oben im Wasser, sie saß oben drauf und stocherte planlos im Wasser rum. Ihr Begleitboot war ihr keine Hilfe, alle hatten schon ordentlich Alkohol getankt. Da fehlt mir jegliches Mitleid. Schnell weg. Nur ließ sie mich nicht. Anstatt, dass die Blödbacke mich einfach vorbeilässt, hantierte sie weiter planlos mit dem Paddel und drehte sich unkontrolliert…in mich rein. Zum Glück blieb ich trocken und gab Gas. Bloß weg hier. 

Und da war ich schon wieder am Ausgangspunkt meiner Reise. 

 
Nächstes Wochenende geht’s nach Fehmarn zum Sup und Beachsportfestival. Vielleicht Cruise ich mal um die Insel auf nem Board. Ich bin gespannt.