Die gleichgeschlechtliche Ehe gefährdet gar nichts…

…außer das bedenkliche Weltbild der ewig gestrigen!

Angela Merkel hat Bauchschmerzen. Der Vatikan sieht eine Niederlage der Menschheit. Die FAZ schwadroniert, dass man für Fortschritt die Mutter/Vater/Kind-Familie brauche. Ich könnte kotzen! Im Strahl!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. 

Also, mal ganz deutlich: die Homo-Ehe gefährdet weder die klassische Ehe, noch wird sie dazu führen, dass wir aussterben. Denn: wer nicht schwul ist, wird nicht gleichgeschlechtlich heiraten. Und genau so umgekehrt. Schwule oder Lesben werden nicht auf einmal hetero heiraten, nur weil sie sonst gar keine Ehe abbekommen! Das scheinen nur einige nicht zu kapieren. 

„Och Mensch, jetzt gibt’s die Homo Ehe, dann will ich auch keine Kinder mehr!“ Offenbar scheint das ja die Horrorvorstellung einiger zu sein. Was für ein Bullshit. 

Wenn die Homo-Ehe auch bei uns kommt, ändert sich für alle Heteros ganz genau GAR NICHTS! Meine Fresse, kapiert das doch endlich. Durch die gleichgeschlechtliche Ehe würden weder weniger Kinder gezeugt, noch weniger Hetero-Ehen geschlossen werden. Stattdessen würde aber Glück und Zufriedenheit Overall steigen. Und wo ist da jetzt genau das Problem?

Noch mal zum mitschreiben: ob homo oder hetero, das IST einfach so. Das ist keine Sache, die man sich aussucht. Gefühle sind, oder sie sind nicht. 

Welches Naturgesetz schreibet uns Menschen vor, wenn wir zu lieben haben, an wen wir uns ein Leben lang binden wollen? Ja genau, ein solches Naturgesetz gibt es nicht. Also, warum nicht leben und leben lassen.

Konservative machen sich Sorgen um konservative Werte. Das ich nicht lache. Denn genau diese konservativen Werte wollen Befürworter der Ehe für alle doch leben. Monogamie, Familie, den Konservativen müsste doch das Herz aufgehen. Aber nein. 

Und dann wollen die auch noch Kinder. Du meine Güte. Das geht aber gar nicht! Ein Kind braucht Mutter und Vater! Dann müssten ja alle Alleinerziehenden zwangsverheiratet werden? Ein Kind braucht Liebe, Stabilität und Erziehung. Ob das nun Mutter/Vater, Vater/Vater, Mutter/Mutter, nur Mutter, nur Vater machen, das ist doch nebensächlich. Und um das klassische Weltbild aufzugreifen:Mutti ist zu Haus, Papi macht Karriere und ist nur samstags da. Wo ist da jetzt bitte Vaters Beitrag? Eben. Denn wenn Papa sich mehr einbringen will, legen doch viele (Staat, Arbeitgeber) diesem Ansinnen Steine in den Weg. DARAN müsste man sich abarbeiten, nicht ob zu Hause noch ein Papi ist.

Die Werte Liebe, Stabilität, Erziehung sind nicht daran geknüpft, ob Mama eine Frau oder einen Mann liebt! 

Jeder Mensch sollte das Recht haben, sich an einen anderen Menschen zu versprechen, mit allen Rechten und Pflichten. Und nicht nur light. Das Geschlecht ist dabei vollkommen egal!

Liebe Politiker, wir haben das Jahr 2015. Wenn wir tatsächlich noch über solche Belanglosigkeiten debattieren müssen, verstehe ich, warum TTIP, VDS, NSA, NSU, Klimawechsel, und die andern Themen nicht gelöst werden können.

Ich habe die Hoffnung, dass gleichgeschlechtliche Liebe im Weltbild meiner Kinder etwas ganz natürliches sein wird. Und ich hoffe, dass sie die Diskussion unserer Tage nicht werden nachvollziehen können.