Printempfehlung: GEO 12/14 und SPIEGEL 20/2015

Kürzlich habe ich interessante Artikel zum Thema Familienförderung und Bildung gelesen. Zum einen in einer älteren Ausgabe von GEO zum Thema digitale Bildung.  Und zum anderen im aktuellen Spiegel zum Thema Chancengleichheit. oder eben der Abwesenheit dieser.

Beide Artikel machten eines ganz deutlich: Wir bilden unsere Kinder falsch aus!

Hier die digitale Bildung: Smartphones, Tablets, so gut wie kein Bereich unseres heutigen Lebens ist nicht durchdrungen vom mobilen Internet. Jede information ist immer und überall verfügbar. Nur wissen die meisten von uns gar nicht, wie man damit umgeht. Und wie sollen das dann erst unsere Kinder wissen? Was heute als Kanon des Wissens gilt, unterscheidet sich schon von meiner Schulbildung so fundamental, dass wir dringend neue Konzepte brauchen. Denn wir bilden unsere Kinder noch für eine Welt von vorgestern aus! Und die Art und Weise, wie wir das tun, ist gelinde gesagt, antiquiert. Der Lehrpläne sind standardisiert und durchgenormt. Ob aber das Kind überhaupt schon bereit dafür ist oder schon an einem ganz anderen Punkt ist, darum wird sich doch viel zu wenig gekümmert. Aber vielleicht braucht das Kind ein ganz anderes Tempo? In Deutsch ein wenig langsamer, dafür in Mathe viel schneller? Wenn wir es wirklich ernst meinen mit der Bildung, dann muss der Lehrplan individuell sein! Wie das funktionieren kann, beschreibt GEO da sehr gut. Ich kann allen Eltern, Lehrern und anderen an Bildung interessierten nur sehr empfehlen, diesen Artikel zu lesen!

Denn nicht nur der Grundstein muss besser gelegt werden. Auch auf der weiterführenden Schule ist Digital noch nicht angekommen. Fast jeder Teenager hat ein Smartphone und damit das Wissen der Welt in der Hand. Aber am Schultor muss das Gerät ausgeschaltet werden. Stattdessen sollen sich unsere Kinder mit alten Büchern abschleppen? Das ist doch Blödsinn!

Mit dem Internet könnte Schule so viel einfacher werden, die Bildung steigert sich qualitativ und wird komfortabler. So wie es jetzt läuft, geht es einfach nicht weiter. Jedem halbswegs vernunftbegabten Menschen sollte das klar sein. Das Klammern an eine längst vergangene Zeit hilft niemandem weiter!

Auch der SPIEGEL-Artikel führt uns vor Augen, was falsch läuft in der Familien- und Bildungspolitik.

Kurz gesagt: Der Staat gibt viel Geld aus. Aber er gibt es falsch aus und es ist noch zu wenig.

Stichwort Herdprämie. Welchen Vorteil hat es für ein Kind, allein daheim zu bleiben, ohne mit Gleichaltrigen wertvolle Erfahrungen zu machen?

Stichwort Kindergeld. Danke für die Erhöhung. Aber liebe Politik, investiert doch lieber in unbürokratisches Mittagessen in Schulen, investiert in mehr KITA-Plätze, investiert in mehr Förderung und Angebote. Nicht in Transferleistungen!

Würden die verantwortlichen Politiker diese Artikel lesen und verstehen, was hätten unsere Kinder für eine goldenen Zukunft vor sich.