Die Sache mit dem Frühlingserwachen und der konstanten Erinnerung an Demut

…oder: Lass Dinge nicht bestimmen, wer Du bist.

…oder: Lass Dinge nicht in Deine Fröhlichkeit schneiden.

Kinder, was ist das heute für ein schöner Tag! Die Sonne lacht, das Thermometer zeigt 17 Grad, was für ein schöner Tag. Also, auf mit dem Cabriodach. Und was passiert? Der Verdeckmotor, den ich gerad für teures Geld hab reparieren lassen, geht kaputt. Na Toll!

Als nächstes verrät mein Schwiegervater mir, warum das GPS an unserer Familienkutsche wohl kaputt ist: durch den Dachträger ist Wasser eingedrungen und hat die Antenne gekillt. Na Toll!

Überschlägig sind das wohl um und bei 1.000€, die darauf warten, ausgegeben zu werden. Kann einem ganz schön die Laune verhageln. Auf einmal scheint die Sonne nicht mehr so hell und es ist nicht mehr so warm. 

Ich bin leider so n Typ, der sich von solchen Dingen ganz schnell runter ziehen lässt. Auto kaputt, Laune kaputt. 

Zum Glück kam dann meine Tochter um die Ecke und hat mir mal ganz gehörig einen Schlag in den Nacken gegeben. Im übertragenen Sinne natürlich.

Prinzessin wollte Fahrradfahren. Also, strampelten wir los. Sie noch mit Stützrädern auf ihrem ordentlich gammeligen Lernrad. War ihr aber total wumpe. Die Sonne schien und sie war mit Papa unterwegs. Mehr brauchte sie nicht zum glücklich sein. Und wenn man mal ehrlich ist, ich auch nicht.

Was werde ich von diesem Tag in Erinnerung behalten? Dass ich eine Fahrradtour mit meiner Prinzessin machen durfte? Oder, dass die Autos kleine Defekte hatten? Was würde ich von diesem Tag vermissen? Liebe und Glück? Oder die 1.000€ im Portemonnaie? 

Eigentlich ganz einfach die Antwort.

Also, Dinge sind oft ganz egal, Glück findet man wo anders!