Burgertour – Das Burgerlich in Hamburg

Die Burgertour ging weiter – gestern war ich mit ein paar Freunden im Burgerlich am Speersort in Hamburg. Der Laden hat erst vor kurzem eröffnet.

IMG_7498[1]Der erste Eindruck war positiv, das Ambiente ist ansprechend. Am Eingang wurde ich begrüßt und zu meinem Platz gebracht. Dort wurde mir dann erst mal das Bestellsystem erläutert. Das ist hier nämlich ein wenig speziell.

An einem Tablet, dass im Tisch versenkt ist, stelle ich mir meine Bestellung zusammen und bestätige das dann durch vorhalten einer kleinen Karte. Die Bestellung geht nun in die Küche, gezahlt wird dann später am Ausgang. Also, ein bisschen wie im Vapiano, ohne die Selbstbedienung. Nicht verwunderlich, da Geschäftsführer Gregor Gerlach auch Gründer vom Vapiano ist.

Die Getränke kamen prompt und auch die Damen vom Service waren immer hilfsbereit, auch wenn zum xten Mal einer von uns auf „Service“ drückte.

Das Essen kam recht zügig – zu den anderen. Meine Bestellung war irgendwie nicht gespeichert und so schaute ich erst einmal den anderen zu. Ich wurde zwar sofort dabei unterstützt, meine Bestellung erneut aufzugeben. Aber so ganz gelungen finde ich dieses Konzept dann doch nicht.

Aber ich bin natürlich für den Burger da gewesen, das war die Hauptsache.

Ich hatte einen Baconburger mit extra Patty und Käse auf Sesame Bun. Dazu die hausgemachten Pommes. Der erste Eindruck: optisch ansprechend. Aber die Patties verschwanden komplett im Bun.IMG_7500[1]

Dafür konnte der Burger geschmacklich überzeugen. Das Fleisch – medium gebraten – ist lecker gewürzt und der Burger ist handwerklich einwandfrei. Das Brötchen drängte sich nicht in der Vordergrund und war auch nicht von der BBQ-Soße zermatscht. Die Pommes waren kross und lecker, der Ketchup nach eigenem Rezept schön fruchtig.

Das extra Patty war jedoch bitter notwendig. Denn 100 gr. Fleisch sind für den großen Hunger einfach zu wenig. Auch mit doppelter Lage Fleisch fragte ich mich: „Und was esse ich jetzt?“ Aber satt war ich und es lag nichts quer im Magen. Im Nachhinein muss ich anerkennen: Alles richtig gemacht.

Unsere Kritik gaben wir sogleich an den Service, hauptsächlich dass das Größenverhältnis Patty/Bun nicht aufgeht und mehr Masse hier mehr Spass gewesen wäre. Unsere Kritik wurde auch nicht abgetan, ganz im Gegenteil. Prompt stand der Chef Sven Freystatzky, zuvor GF bei Jim Block, an unserem Tisch und diskutierte mit uns beim Digestiv aufs Haus seine Philosophie vom guten Burger. Wir erhielten auch eine Führung durch die Küche und konnten uns die Entstehung der Burgerlich-Burger ganz genau anschauen. Hier räumten die Kollegen auch ein, dass die hausgebackenen Buns in der Tat heut zu groß geraten sind.

Stichwort hausgemacht: Alle Zutaten werden nach eigenem Rezept hergestellt, größtenteils vor Ort. Meiner Meinung nach schmeckt man das auch.

Unterm Strich: Tolles Ambiente, sehr guter Service, leckeres Essen. Der Burger im Burgerlich ist auf jeden Fall in meinen Top 3 in Hamburg. Dazu ein Geschäftsführer, der für sein Produkt brennt. Preis/Leistung ist ok.

Kritik: Die Patties könnten größer sein. Und kein Alster auf der Getränke-Karte?

Ich kann das Burgerlich ohne schlechtes Gewissen empfehlen und komme gerne wieder.

Update 20.12.2014
Ich bin heute noch mal da gewesen. Samstag Abend, propevoll. Dennoch innerhalb weniger Minuten einen Tisch bekommen. Das Essen ratzfatz geliefert. Und es war perfekt. Verhältnis Bun/Patty genau richtig, Fleisch auf den Punkt gegrillt, alles richtig gemacht. Zum Nachtisch noch einen heissen Applecrumble, traumhaft. Das Burgerlich ist defintiv mein liebster Burgerladen in Hamburg!!!!

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