Ist Ertrinken eigentlich ein Arbeitsunfall?

Vor einer Woche hatten wir unser Sommerfest in der Firma. Traditionell ging‘s irgendwo an den Strand. Dieses Jahr nach Pelzerhaken, in die Surf City. Wir hatten die bekannte Strandsauna gemietet und allerlei Wassersport geplant.

Das Wetter war leider nur semigeil. Aber immerhin regnete es nicht. Dafür lag recht kräftiger Wind an aus Südwest. Was mich jetzt nicht davon abhielt, mich sofort in den Neo zu pellen und mit den Naish Boards, die uns Sail & Surf zur Verfügung stellte, aufs Wasser zu gehen. Ein paar wenige Kollegen taten es mir nach, mit gemischten Erfolgen.DSC_1823

So war es dann auch eher hartes Workout, als Spaß auf dem Wasser. Gegen den Wind kam man kaum an und mit dem Wind machte man sich auf direkten Weg nach Grömitz. Drehungen um die Boje fiel aus. Ebenso , ein paar Wellen versuchen abzureiten. Denn da wo es so etwas wie eine Welle gab, war das Wasser auch nur Knietief. Da spielten die Finnen nicht mit.

DSC_1822Zur Abwechslung ein wenig aufs Bananenboot? Ja gerne, das it bestimmt total witzig! Äh, nein. Erst mal zu Fuss durchs brusttiefe Wasser und Schwärmen von Feuerquallen. Und dann schon recht amtlich weit raus auf die Bucht. Da gab‘s dann auch ein paar männlichere Welle, teilweise stand das Boot im 90°-Winkel im Wasser. Sich an der Banane festzukrallen war eine Frage von Leben und Tod. Adrenalin pur. Aber irgendwann fielen wir dann alle runter. Und trieben so munter in der Ostsee vor uns hin. Was ist da eigentlich unter einem? Will ich gar nicht wissen, schnell wieder rauf auf die Banane. Aber schöner Mist, durch das vorherige Festkrallen waren ich nun ein wenig kraftlos und kam nicht mehr rauf. Kein Problem dachte sich unser Käpt’n, halt Dich am Seil fest! Gesagt, getan, untergegangen wie ein Stein. Das war dann auch der Moment, in dem mich sanfte Panik durchfloss. Mit wirklich allerletzter Kraft konnte ich auf das Boot zu schwimmen (ordentliche Strömung da draußen) und mich da irgendwie reinhieven. N paar Sekunden länger und das wäre mein letztes Sommerfest gewesen.

Zum krönenden Abschluss wurden wir noch eine Sandbank zu früh abgesetzt und durften in voller Montur weitere 50 Meter durch die Quallen schwimmen. Selten war ich so froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.

Aber nicht für lange. Bevor die Sauna rief wollte ich noch mal aufs Brett. Der Wind war wie eine Gegenstromanlage und so paddelte ich munter 10 Minuten auf der Stelle. Aber hey, lieber schlecht paddeln, als gar nicht paddeln.

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