Von einem der auszog, den Sturm zu schlagen…

OK, das hört sich jetzt vielleicht ein wenig daramtisch an. Aber als ich mich gestern auf meinem Board gegen den Wind stemmte, fühlte sich das schon recht apokalyptisch an.

IMG_4956Nachdem der freie Tag gestern sonnnig und mild war, holte ich noch mal mein Board hervor und machte mich auf zum Oortkatenufer. Denn wir erinnern uns, auf meinem ehemaligen Haus-See habe ich ja Hausverbot. Auch meine Mitgliedschaft bei der Surfrider Foundation konnte das Amt Trittau nicht erweichen. Aber nun gut…

Bei Windsurfing Hamburg wurde ich erst einmal mit einem neuen Boardbag für mein F.one IMG_4959ausgestattet. Hey, der Nachmittag fing gut an. Beim Blick aufs Wasser kam ich dann aber ins Grübeln. Konstant 14 Knoten Wind, mit Böen bis 20 Knoten herrschten in dem Moment. Das würde bedeuten, dass eine Richtung extrem viel Spass bringt. Aber die andere Richtung extrem viel Arbeit.

Egal, schnell das Board vom Auto und ab in die Fluten. Das geht am Oortkatenufer natürlich alles viel schneller, als am Großensee. Hier kann man direkt an der Wasserlinie parken und ins Wasser fallen.

Zwischen 15:00 und 16:00 war ich auf dem Wasser
Zwischen 15:00 und 16:00 war ich auf dem Wasser

Nun machte ich leider den Fehler und entschied mich zuerst für die Spassrichtung. Bei Wind und Wellen wurde das eine tolle, wenn auch kippelige, Downwindnummer. Und die war leider viel zu schnell vorbei. Nun hiess es umdrehen (leichter gesagt, als getan) und den ganzen Weg zurück. Sicher, ich hätte jederzeit ans Ufer paddeln können, um dann zu Fuss zurück zu gehen. Die Blöße wollte ich mir aber nicht geben.

Und so ging die Plackerei los. Bei jedem Seitenwechsel machte das Board eine Vollbremsung. Schlimmer noch, der Wind trieb mich immer ein Stück weit zurück. Das bedeutete, dass die ersten beiden Schläge pro Seite erstmal wieder das Brett in eine Vorwärstbewegung bringen mussten, bevor an so etwas wie Strecke überhaupt zu denken war.

Um also nicht ständig auf der Stelle zu paddeln, musste ich mehr Schlähe als üblich pro Seite machen. das führte natürlich zu einem Schlingerkurs und dazu, dass die Wellen nicht mehr frontal von vorn, sondern jeweils schräg kamen. Auch wurde die Strecke natürlich unnötig verlängert.

Parken kann man bei Windsurfing Hamburg direkt am Wasser
Parken kann man bei Windsurfing Hamburg direkt am Wasser

Als ich endlich am Strand ankam, fiel ich total erschöpft vom Brett. Die zurückgelegte Strecke stand dabei in krassem Kontrast zur Erschöpfung. Ohne Wind hätte ich vielleicht 5 Minuten bei strammen Schlag gebraucht. Tatsächlich brauchte ich nun eine gefühlte Ewigkeit und die Arme und Beine brannte.

Kurz darauf setzen aber das Glücksgefühl ein, dass mich immer überkommt, wenn ich vom Wasser komme. Unglücklicherweise führte mich der erste Weg zurück in den Shop von Windsurfing Hamburg. Und da ich immer noch high war, fällte ich nicht rationale Kaufentscheidungen…aber das gehört jetzt nicht hierhin.

Egal, trotz Anstrengung wars ne tolle Nummer und das Oortkatenufer könnte sich doch zu einer Alternative für mich entwickeln. Auch wenn ich die Ruhe und Abgeschiedenheit eines Sees im Wald hier bestimmt nicht finden werde.

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