Wenn einer eine Reise tut: Sylt

IMG_4925Aktuell findet am Brandenburger Strand vor Westerland der Windsurf Worldcup statt. Da wollte ich doch gerne noch mal ein bisschen Sommer vor der dunklen Jahreszeit tanken.

Also ging’s am Samstag Morgen ab in Richtung Sylt. Natürlich standesgemäß im VW California. Da die Rader Hochbrücke ja leider in Auflösung begriffen ist, dauerte es natürlich etwas länger. Aber gegen Mittag waren wir endlich am Sylt Shuttle angekommen und setzen über.

Sylt Shuttle
Sylt Shuttle

Unser erste Weg führte uns zum Campingplatz in Rantum, um das Nachtlager klarzumachen. Kurzer Check, Platz OK, Waschhaus picobello sauber. Dann gings auch gleich zurück nach Westerland zum Eventarea.

Campingplatz mit Blick aufs Rantumer Becken
Campingplatz mit Blick aufs Rantumer Becken

Dass der Wind nicht mitspielte, war uns vorher klar. Daher waren wir auch nicht enttäuscht, dass auf dem Wasser nichts ging. Kein Problem, kurz die Sponsorenmeile abgecheckt und einen Kaffee in der Sonne am Strand genossen. Während die Sponsorenmeile eher nicht relevant für uns war (VW präsentiert den e-UP, Reno billige Schuhe, Phillips irgendwelche undefinierbaren Sachen. Ausserdem sind noch die Bundeswehr, GP Joule und Panasonic dabei), enttäuschten die eher surflastigen Aussteller sehr. Spacecamper versucht noch immer, seinen dilletantisch zusammengeschusterten California-Verschnitt an den Mann zu bringen, Sylt Brands verramscht weiterhin neonbunte Hässlichkeiten aus Strick. Materialhersteller waren so gut wie gar nicht da. Lediglich Maui Sails und Fanatic präsentierten SUPs. Auf einem Windsurf-Event hätte ich irgendwie mehr Hersteller mit Windsurf-Equipment erwartet. Fand ich jetzt schon ein wenig schwach. Auch der direkte Bezug eines Whirlpool-Herstellers entzog sich mir. Aber was weiss ich schon. IMG_4938

Ebenso ist mir bis heute nicht klar, wer und warum ins VIP-Zelt vorgelassen wird. Die typische Sylter Klientel auf der Terrasse interessierte sich jedenfalls einen Dreck fürs Surfen und aufgefangene Gesprächsfetzen offenbarten eine unerträgliche Ingnoranz.

Der Kaffe getrunken, die Sonne genossen, zogen wir die Neos an und gingen mit den SUPs der Aussteller aufs Wasser. Während das 11.0 iSup Touring von Fanatic gewohnt stabil durch die Dünung ging, war das harte Waveboard von Maui Sails eine etwas andere Nummer. Kurz darauf nahm ich ein Vollbad in der eisigen Nordsee.

Die Versuche, ein paar Mini-Wellen zu scoren waren eher…naja, wir habens versucht und auf den Knien ging’s auch ganz gut. Zur Rettung unserer Ehre sei gesagt, dass einem das eiskalte Wasser sekündlich mehr Energie entzog.IMG_4940

Nach einer dennoch sehr schönen Session auf dem Wasser gings erst mal zurück zum Campingplatz. Raus aus den nassen Neos und unter die heisse Dusche, herrlich. Da jetzt aber auch so langsam der Magen knurrte, gleicht wieder retour nach Westerland. Unser Verlangen nach einem schönen Steak trieb uns ins Blockhaus. Und dort haben wir einfach mal vom reinkommen, übers Bestellen, übers Essen und Rausgehen, perfekten Service und perfektes Essen bekommen. Hut ab. Sehen wir irgendwelchen VIPs ähnlich? Egal, satt und glücklich ging’s wieder Richtung Strand. Die N-Joy Party lief und das wollten wir uns ansehen…uuuund wir hielten es keine 5 Minuten im Partyzelt aus. Dorfdisco, Resterampe, you name it. Da haben wir uns doch lieber noch ein weing in den Sand gehockt und der Sonne beim untergehen zugesehen.IMG_4910

Anschließend haben wir noch der Sturmhaube einen Besuch abgestattet und dort an der Steilküste den krassesten Sternenhimmel gesehen, den man in Deutschland zu Gesicht bekommen kann. Abschließen noch ein kleiner Abstecher ins nächtliche List. Aber dann war es auch Zeit, den Abend bei dem ein oder anderen Gerstensaft zu beschließen.

Nach entspannter aber auch kühler Nach (ich hatte das Dachgeschoss im California) gings dann erst einmal Frühstücken. Am Strand ging immer noch nichts, kein Wind, keine Welle. Also erst mal hoch zum Ellenbogen und schön Strandspaziergang. IMG_4913

Das Wetter war wie am Vortag herrlich. Danach haben wir noch kurz ein paar Kitern zugesehen. Einfach nur an einer Düne liegen, die Sonne im Gesicht, der Winter noch ganz weit weg. Entspannung pur. Noch ein kurzer Shoppingtrip nach List und dann waren wir auch schon wieder am Brandenburger Strand. Und ratet mal: Genau, kein Wind. Mittagessen mit Meerblick ist aber auch nicht zu verachten.IMG_4929

Und danach ging es auch schon zurück zum Bahnhof. Um dann nicht wieder im Stau zu stehen, entschieden wir uns für die Route über die A23. Und bei Sankt Peter kamen wir doch kurz ins Grübeln, ob man nicht kurz…aber nein, das Büro rief, also weiter nach Haus.

Zwei Tage Crashurlaub waren wunderbar um noch kurz ein paar Sommereindrücke zu konservieren und aufs Wasser zu gehen. Der fehlende Wind war am Ende dann gar nicht so schlimm.

Nachtrag: Übrigens, trotz so vieler Situationen, in denen eine Zigarette einfach „perfekt“ gewesen wäre, bin ich weiterhin Nichtraucher!

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