Toleranz ist mehr als nur ein Wort

Hier mal ein Artikel aus der Kategorie „Das wird man wohl noch sagen dürfen!“ https://www.facebook.com/michael.nahrgang1/posts/10200305491017921

Die Verfasserin dieses Post ist empört, dass man in Schulen in Baden-Würtemberg nicht mehr „Grüß Gott“ sagen dürfe, um muslimischen Mitschülern nicht zu nahe zu treten. Sie ist der Meinung, Einwanderer sollen sich anpassen. Falls sie dazu nicht bereit sein, sollen sie gefälligst wieder verschwinden.

Bevor jetzt aber hier kollektiv die unsägliche Idee der Leitkultur wieder hervorgekramt wird, sollten wir nicht vergessen, dass Deutschland seinerzeit nach den Gastarbeitern gerufen hat. Und diesen Gastarbeitern verdanken wir nicht unwesentlich unseren vermeintlichen Wohlstand, den die Autorin ach so großzügiger Weise bereit ist, mit den Zuwanderern zu teilen. Darüber hinaus haben diese „Fremden“ offenbar den Mund zu halten und sich anzupassen.

Das jedoch ist keine Integration, das wäre Assimilation!

Es ist mehr als nur nachvollziehbar, dass die erste Generation und ihre Nachkommen fordern, unsere „nationale Kultur“ mitzugestalten, nachdem Sie auch unseren Wohlstand mitgestaltet haben. Und dazu gehört nun einmal auch, Einflüsse dieser furchtbar fremden Kulturen zu ertragen und willkommen zu heißen.

Toleranz bedeutet immer ein Geben und Nehmen. Wir wollen Döner essen, aber der Verkäufer hat gefälligst Christ zu sein?

Es muss sich in Deutschland keiner Sorgen machen, dass unsere eigene Kultur, sofern es da überhaupt einen gemeinsamen Nenner geben sollte, unter dem Ansturm der „Ungläubigen“ zur Grunde geht.

Gerne beschweren wir Deutschen uns, dass uns im Ausland nicht die uns angeblich uneingeschränkt zustehende Toleranz entgegen gebracht wird. Wenn christliche Kirchen im nahen Osten angegriffen werden, dann schreien wir nach Toleranz. Aber wo ist unser Toleranzgedanke, wenn hier leben Mitbürger, die nicht an einen christlichen Gott glauben, einen Ort zum Beten einfordern.

Nicht vergessen, dass Grundgesetz räumt JEDEM die Freiheit ein, seinen Glauben auszuleben. Und danach sollten wir uns richten.

Und was wäre eigentlich, wenn ich als geborener Deutscher ohne Migrationshintergrund Anstoß nehme an übertriebener Christlichkeit? Steht es mir dann auch frei, zu gehen?

Deutschland ist ein Einwanderungsland, ob es jedem gefällt oder nicht. Und unsere Kultur wird durch Einwanderung reicher, nicht ärmer!

Auch wenn ich die Sichtweise der Autorin nicht teile, so kann ich diese doch teilweise verstehen. Aber eine Schule ist keine Kirche. Im Gegenteil, Kirche und Staat sind getrennt. Und so ist es kein Zeichen von Schwäche, anderen eben NICHT den christlichen Glauben aufzwingen zu wollen. Sondern von Toleranz und somit von Stärke.

Keine Gesellschaft hat sich je erfolgreich weiterentwickelt, wenn sie sich nach aussen abgeschottet hat.

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