Immer on

Dieser Text ist zwar schon ein wenig älter, aber dadurch nicht weniger wahr.

Die korrekte Antwort auf die Frage: Warum iPhone, warum überhaupt Smartphone müsste eigentlich lauten: „Ich verstehe die Frage nicht?“ Gerne versuche ich mich dennoch an einer Antwort.

Habe ich mein iPhone vermisst, bevor ich es hatte? Definitiv nein. Könnte ich jetzt auch nur den Müll rausbringen, ohne es dabei zu haben? Definitiv nein.

Natürlich ist der Markt ein Stückweit künstlich erschaffen.
Genau wie die meisten Konsummärkte.

Aber auf die Eingangsfrage gibt es keine einzelne Antwort, die ist sehr vielschichtig.

Warum Smartphone? Ich bin eigentlich permanent online. Ich habe das persönliche Bedürfnis, Belanglosigkeiten genauso wie mir wichtige Themen in Echtzeit der Öffentlichkeit mitzuteilen. Da könnte man jetzt therapeutisch tiefer einsteigen, aber nehmen wir es einstweilen als gegeben. Ebenso habe ich das Bedürfnis, die Mitteilungen anderer zu erfahren, genauso wie Nachrichten, Gossip, Sportnews.

Darüber hinaus will ich mich nicht morgens am Arbeitsplatz von drölfzig Mails überraschen lassen. Dienstliche Mails um 23:00 ist zwar manchmal eine Qual. Aber hey, ich fühl mich auch gerne wichtig im Job. Und manchmal geniesse ich es auch, Mails nicht alle sofort zu lesen sondern in Ruhe in der Bahn. Für all das brauch ich eine mobile Lösung. Daher Smartphone.

Warum iPhone? Fangen wir außen an. Die Optik, die Haptik. Das kann keiner besser , hands down.
Das Display, sauber und aufgeräumt, keine billigen Neonfarben, keine asymetrische Überladung, es wirkt sachlich und seriös. Ich mag das.
Gehen wir rein. Die Bedienung, als wenn „intuitiv“ hier erfunden worden wäre! Mehr braucht man nicht sagen.
Gehen wir noch tiefer, die Technik. Ist mir egal! Ich will, dass es funzt. Und das tut es. Akkuleistung ist für mich nicht entscheidend, bei meiner Art des Gebrauchs geht jeder Akku nach wenigen Stunden in die Knie, regardless. Ich habe eine Dockingstation auf meinem Schreibtisch, ein Ladekabel in meinen Autos, etc. Mit der Geschwindigkeit bin ich zufrieden.

Zudem mag ich das Image von Apple. Ich bin gerne in einem AppleStore. Ich habe kein Problem damit, Mainstream zu sein.

Die Frage, die ich mir nur immer stelle, wieso muss ich mich für meine gewählte Technik und mein Dasein als Digital Native ständig rechtfertigen? Wenn ihr das iPhone nicht mögt, mischt euch nicht in Diskussionen von iPhone-Besitzern zum iPhone ein. Wenn ihr euch „zugespammt“ von mir fühlt, blockt mich oder haltet euch einfach von Social Networks fern. Ich werde nicht wenigern twittern, nur weils euch nicht passt. Beschwer ich mich, dass ihr sowenig postet? Nein? Also! Beschwer ich mich, dass ihr kein iPhone habt? Nein? Also!

Ich werde mich nicht den hatern anpassen, erwarte aber auch nicht, dass die hater sich mir anpassen! auch nicht, dass die hater sich mir anpassen!

Ein Gedanke zu “Immer on

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